honestly /

 

Es ist neu für mich, dass ich keine Ideen habe, was ich bloggen soll. Ideen hatte ich eigentlich schon immer mehr als genug. Nur dieses Mal wollte es gar nicht. Da war nichts. Nüschte.

Ein HAAAAALLOOOOOO ECHOOOOOO... brachte kein Echo. Nur Stille. Dann habe ich mich in die Küche verzogen, um etwas Leckeres für euch, Yippie und mich zu kochen.

Als erstes wurde die Küche, mit an dieser Stelle hoher Effizienz, schiergar vernichtet, dabei Fotos gemacht. Als nächstes folgte das Ergebnis: fast ungenießbar. Viel zu salzig und die  Kombination war einfach nicht hitverdächtig. Ok! Prima, dann keine Kartoffel-Kürbis-Sonstwas-Tarte.

Ich hab’s: wie wäre es mit einem launigen Essay zum Thema „kalte Progression“? Auch nicht?!

Dann was mit Papier. Papier geht bei mir IMMER. Hatten wir aber auch schon letzte Woche... To make a short story long:

Wir haben diese Woche nun ein Tischkärtchen/Namenskärtchen DIY für die Dinner-Saison und Geschenke. Blitzschnell herzustellen. Super einfach. Das klingt wie von Pro-Idee. Kennt ihr den Katalog, das ist der, der dich hartnäckig an jeden neuen Wohnort verfolgt. Mit Produkten für den reifen Herren, der absolut nicht weiß wohin mit der Kohle. Die Sprache gleicht der im oberen Absatz. „die welteinfachste Saftpresse“, „die wohl kleinste Bürste der Welt, kinderleicht aufzubauen, im Handumdrehen einsatzbereit“. „ENDLICH! Die edelste Weinkaraffe der Welt exklusiv für Sie im modernen Outfit...“und so weiter.

Also nennen wir das heutige DIY: die wohl einfachste und schönste Art ihren Gästen zu zeigen,  wie Sie heißen. Ein längst vergessener Schatz: das Tischkärtchen, jetzt in topaktueller DIY Aufmachung. So wie in den Straßen New Yorks... ok. STOP! Puhhh...

 

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Ihr braucht dafür:

 

Aquarellpapier, so angemalt

Schere

Stift

Tesa

Geschenkband

 

Das im Ombre-Effekt angemalte Papier in ein längliches Rechteck schneiden.

Linkes Eck mit einem dünnen Stift nach hinten rollen. Rechtes Eck ebenfalls nach hinten rollen, aber in die andere Richtung, sodass es wie eine alte Schriftrolle aussieht.

Mit einem feinen Stift den Namen zeichnen.

Auf dem Geschenkband anbringen. Das Geschenkband um die Stoffserviette schlingen. Fest machen. Det passt, wa?!

Die Menükarte ist noch einfacher und selbsterklärend. Und wer mag bei dem Menu schon nein sagen. Logisch, dass das Kärtchen auch auf einem Geschenk passt. Ist etwas punkig geworden mit dem Crinkle-Look ; )))

 

 

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Da fällt mir ein, ich hatte euch ja den 3-D Palmenstrand versprochen. Es scheiterte nur an der Tatsache, dass die meisten von euch keinen 3-D Drucker haben, stimmts?

Ich wünsche euch eine  wunderschöne Woche.

Herzliche Grüße
Olivia

 

 

 

 

 

Bester Keks auf Erden /

und easy peasy Deko

 

Mhhhh, mmmmhh... ist das lecker. Während ich mich an den Text zum heutigen Post mache, genieße ich das worum es geht. ÜBERASCHUNG! Plätzchen. Genauer: Böhmische Zimtkarten. Die besten Plätzchen der Welt.

Wie das so ist, seit es Blogs gibt, hat man Saisonartikel schnell über. Fast jeder hat sich inzwischen an hausgemachtem Weihnachtsbackgut sattgesehen. Und jetzt kommt auch noch mein Rezept. Der firme Blogger liegt schon längst an Kubas Stränden und berichtet über die Bikinis von Dingenskirchen und Abspecktipps und ihr kriegt Plätzchen plus die einfachste Weihnachtsdeko der Welt. Ein Hipphipphurra auf antizyklisches Bloggen.

Dieses Rezept ist tatsächlich eine alte Überlieferung aus... ähm dem Jura, mindestens aber aus dem vorletzten Jahrhundert : )

Es ist einigermaßen zeitaufwändig und hat jede Menge Kalorien. Aus diesem Grund sind die Kekse einfach nur köstlich. Solltet ihr eure Weihnachtsbäckerei schon abgeschlossen haben, dumm gelaufen, denn ohne Zimtkarten geht nichts. Leider hat sich Fräulein Müller standhaft geweigert die Kekse vorzubacken, sodass dann für mich nur noch die Dekorationsarbeit geblieben wäre. Sie hat sich die Hände vor die Augen gehalten und irgendwas von künstlichen Nägeln gelispelt. Alles muss man selbst machen.

Wenn die Plätzchen fertig gebacken sind, gibt es nur ein klitzekleines Problemchen. Sie sind im Haus! Eine gewisse Disziplin hab ich schon, in etwa wie hier. “Dummiddummdidummdi dumm“. Genauso kreuzt Frau Yippie den Kecksaufbewahrungsort.

Und ihr? Geht es euch ähnlich?

 

 

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Man nehme:

(ich habe von allem die Hälfte von allem genommen)

Für den Teig

-450 Gramm Mehl (550er)

-250 Gramm Puderzucker

-300 Gramm weiche Butter

-5 Dotter

-2 Esslöffel Zimt

250 Gramm Schokolade (feinherb) gerieben

Für den Guss

- 3-4 Packungen Puderzucker

-Zitronensaft

Ofen auf 180 Grad vorheizen.
Da ich eine Küchenmaschine besitze habe ich die Schokolade ganz leicht fein mahlen können.
Die ersten fünf Zutaten zu einem Teig verarbeiten und in mehreren Portionen in den Kühlschrank legen. Teig ausrollen, Plätzchen ausstechen.
Nachdem die Plätzchen ausgekühlt sind mit Zuckerguss bestreichen. Trocknen lassen. Mit flüssiger Schokolade verzieren.
 

 

Zum zweiten Punkt auf der Tagesordnung:

 

Die letzten zwei Jahre habe ich ganz einfache weiße Papiersterne als Dekoration gewurschtelt. Ich finde man kann die Sterne aber genauso gut auf Geschenke/einen Mops kleben.

Für die kinderleichte Deko braucht ihr nicht mehr als weißes Kopierpapier (quadratisch geschnitten z.B. in zweierlei Größen) sowie Tesafilm und die Anleitung von hier. Für die Sterne, die auf den Fotos zu sehen sind, habe ich nicht länger als maximal acht Minuten gebraucht.

 

 

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Nächste Woche zeige ich euch, wie ihr mit der richtigen Atemtechnik fünf Kilo leichter wirkt und eventuell wird es einen kubanischen 3-D Palmenstrand geben. Mal sehen.

 

Habt eine fantastische Woche.

Herzliche Grüße
Olivia

Noch ein wenig weniger /

 

Der 1. Advent steht kurz bevor und ich habe mich in diesem Zuge gefragt, ob ich dieses Jahr Weihnachtsdeko möchte. Die Antwort war ein klares NEIN! Wäre da nicht dieser Blog. Ein Blogger hat eine Weihnachtsdeko. Am besten selbstgemacht, absolut innovativ und der aktuellen Neigung der Betreiberin entsprechend, schlicht. Mhhmmm... nun denn.

Uns wurden früher immer plattdeutsche Weihnachtsgeschichten vorgelesen. In einer Geschichte gab es ein Schaukelpferd, das von einem Kind zum nächsten weitergegeben wurde. Und immer geschah nach Weihnachten das Gleiche mit dem Pferdchen: rupp um Schürbon. Genau das passiert hier immer mit der Weihnachtskiste und auch mit mir, rupp um Schürbon (rauf auf den Dachboden). Alleine! Mit einem großen Karton, irgendwo auf mir lagernd, die Leiter runter und nachher wieder hoch. Bin ich mal oben angelangt, wedele ich wie irre in der Luft, falls da eine Spinne ihre Kreise gezogen hat. Nicht auszudenken man müsste erst mit dem Kopf durch ein sorgsam gesponnenes Netz tauchen, das Krabbeltier säße mitten auf dem Kopf, unter einem klafft das dünne Holztrittchen und drei Stockwerke Treppenhaus.

Was dann in der Kiste lag, hat mir nicht gefallen. Altes Weihnachtsgedöns.

Es sollte ja ein Adventskranz für euch als mhhh... Anregung werden.

Im örtlichen Gartenfachhandel findet man sich ruck, zuck in einem Tross an kaufwütigen und dekohungrigen Damen wieder. Verzückt werden bunte Weihnachtswichtel in die Höhe gehoben und Glöckchen, Pützchen und Patzchen und Püffchen bestaunt. So ätzend, wie ich das beschreibe, meine ich es gar nicht, aber es ist einfach zu viel von allem. Schwindelerregend viel. Immerhin nach Farben sortiert.

Kurz war ich versucht mir einfach einen fertigen Adventskranz zu besorgen, ein Foto zu schießen und euch so zu zeigen. Aaaaber, so das geht ja nun auch nicht.

Ein beherzter Griff zu gebündelten Zweigen, einem goldenen Stern und Hirsch und schon war alles erledigt. Gefühlte 1000,00 Euro später war ich an der Kasse fertig und auf dem Weg nach Hause.

Ihr braucht für diesen Kranz nichts als die oben beschriebenen Zweige, Handschuhe (zum Aussortieren der Stechpalme *autschn), eine Gartenschere und grünen Draht.

 

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Es gilt den Radius grob abzuschätzen und dann einfach die Zweige miteinander zu verdrahten. Die Stechpalme am Schluss einfach an sinnvollen Stellen einfädeln.

 

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Nun noch die Teelichter und nach Belieben ein Dekoteil reinstellen. Fertig!

Es ist auch möglich alles wegzureduzieren.Einfach sagen die Reduktion sei das Must-have des Winters. Dann das Nichts einfach mit einem großen: Tadaaaaaaa!!! präsentieren. So war das bei "Des Kaisers neue Kleider" auch. 

 

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Im Wohnzimmer sah es schließlich aber dann so aus:

 

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Habt eine höchst angenehme Woche ; )

Herzliche Grüße
Olivia

 

*autschn, siehe Rene Mariks Maulwurf. 

Der geschrumpfte Adventskalender /

 

Liebe Pati, wenn Du das hier liest sofort RAUS hier. Dein Adventskalender zerstört sich sonst in zehn Sekunden von selbst. 

Schon als kleines Mädchen bekam ich in der Adventszeit immer einen Kalender von meiner Oma. Manchmal einen pädagogisch wertvollen Waldorf-Kalender, der aus Kistchen mit kleinen Figuren bestand. Drinnen waren Hirten, Schafe, die drei Könige und natürlich die Hauptdarsteller: der Engel, Maria, Joseph und das kleine Jesukindlein samt Krippe. Jetzt könnte man denken, dass ich diesen wiederverwendbaren Kalender irgendwann langweilig fand. Gar nicht, im Gegenteil, ich war jedes mal wieder darauf gespannt wie ein Flitzebogen das nächste Kistchen aufzumachen.  Jedes Jahr. Dieser Kalender war mein absoluter Lieblingskalender. Später waren es dann kleine Geschenke, die meist an einer Tannengirlande aufgehängt waren. Und auch ich habe meiner Oma einen Kalender gebastelt. Das Ganze haben wir sehr lange durchgehalten, also bis vor ein paar Jahren.

Inzwischen mache ich den Kalender aus Jux und Tollerei mit meiner Freundin. Diese hat vor drei Wochen einen zuckersüßen zweiten Bub, wie der Bayer sagt, bekommen. Während der kleine Maxi leihweise auf mir rumlag und schlief, die Mutter einen Cappuccino für mich herstellte, kam mir folgende Idee. Dieses Jahr möchte ich ihr einen Advents-Advents-Kalender zusammenstellen. Die letzten Jahre hatten wir uns aufgeteilt, einer die geraden Tage, einer die ungeraden. 24 Päckchen waren einfach zu viel. Frei nach dem Motto: „less is more“ gibt es dieses Mal von mir nur vier Paketchen. Eben einen echten ; ) Adventskalender.

Zum Inhalt: Es sollten auf keinen Fall Sachen sein, mit denen man nicht weiß wohin, außer in den Müll. Keine Stehrümmchen, kein Tinnef und auf keinen Fall nur Schokolade. Am besten etwas, das man gebrauchen oder verbrauchen kann. Haushaltswaren wären eine Möglichkeit gewesen, aber Toilettenpapier, Schwammtücher und Co. schienen dann doch nicht das Richtige zu sein. Und auch die Tatsache, dass Frau P.G. eine stillende Mutter ist, sollte nicht im Vordergrund stehen.

 

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Etwas schwieriger war die Frage der äußeren Gestalt. Wie sollte er aussehen. Ich weiß, dass die Wohnung der zu Beschenkenden klassisch in rot-weiß in die Weihnachtszeit geht. Die Farben sind also geklärt: Rot-weiß. Dann hatte ich einen Zweig im Kopf, leider eine genaue Vorstellung wie er aussehen sollte und hirschte deshalb mit den Hunden relativ lange vergebens durch den Wald. Es wurde ein Ast, der der Vorstellung am nächsten kam.

 

Anleitung:

 

Zweig (am besten schön geschwungen, nicht vermost, also genau das Gegenteil von meinem Fundstück).
Mit weißem Sprühlack versehen oder gleich Birke nehmen. Pompons basteln. Geschenke verpacken. Zahlen drucken, ausschneiden und auf die Geschenke kleben. Pompons und Päckchen am Ast befestigen. Mit einem vielsagenden Blick übergeben und hoffen, dass der Erstgeborene  der Freundin (Alter: zwei Jahre) nicht nach drei Minuten das Kunstwerk abgebaut bzw. alle Päckchen ausgepackt hat. Der Vorschlag von meiner Seite den Kalender an die Decke zu tackern, wurde leider abgelehnt.
 
 

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Der November hat mir heute keine guten Lichtverhältnisse geboten und Photoshop ist nicht mein bester Freund. So sind die Bilder eben naja... 

In der Schule haben wir früher immer gewichtelt. Klingt schräg, ist aber auch sehr nett. Im Losverfahren bekam man einen Klassenkameraden zugeteilt, den man dann nach Lust und Laune anonym beschenken konnte. Hatte auch was. Wenn man morgens an seinen Platz kam, lag dann ab und zu eine Überraschung da. Mit etwas Pech war die Mutter des Wichtels eine Hardcore-Alternative und hatte steinharte Vollkornplätzchen als angemessen erachtet. Oder ein Wollpüppchen. Besser war es aus meiner Schülerberufsgruppe etwas zu bekommen: den Poppern. Neonfilzstifte, WOW! Oder Ohrringe aus Gummi, Super-WOW. Aufkleber, die glitzerten, etc. So genug aus der Kindheit, der Rest des Kalenders muss zusammengezimmert werden.

 

Habt eine wunderschöne Woche.

Herzliche Grüße
Olivia