Linda und /

das Geburtstagsgeständnis

 
 
 
Ich kann mir grundsätzlich keine Geburtstage merken. Es gab da bisher nur zwei Ausnahmen, bei denen ich ein Geburtsdatum einmal gehört hatte und auf unerklärliche Weise nicht mehr vergessen habe, aber ALLE anderen habe ich mit größter Konsequenz vergessen. Bei meiner ältesten Sandkastenfreundin zum Beispiel ist mir das immer so gegangen.   Wie die Freundschaftsbezeichnung schon vermittelt, kennen wir uns sehr, sehr lange. Trotzdem habe ich jedes Jahr wieder überlegt, war es jetzt der 30. oder der 31.? Herrjeeeee, welcher war es denn jetzt?
 
Danke Lydi, für deine schier endlose Geduld mit mir an dieser Stelle. Auch meine nahe Verwandtschaft blieb vor dieser Geburtstagslegasthenie nicht verschont. Und das ist schon peinlich. Dann habe ich mir einen Geburtstagskalender zugelegt und vergessen draufzuschauen. Prima. Handy-Erinnerungen sind häufig zu leise und werden überhört. Was tun? Eine Selbsthilfegruppe der anonymen Geburtstagsvergesser ins Leben rufen? Eine Gesellschaft gründen: Die Geburtstagserinnerer mit kostenlosem Geschenkfindeservice und Lied- bzw. Gedichtkunst für den Beschenkten. Nein, das ist zu aufwändig.
 
Inzwischen mache ich es so: die Feste feiern, wie sie fallen. Eine zweite und sehr erfolgreiche Methode meiner Freunde ist es, mir kurz vorher Bescheid zu geben. Du Livi, ich habe übrigens am nächsten Montag Geburtstag. Ahhhhhhh, gut, dass du es sagst.
 
So hat es auch Linda gemacht. Kurz vor knapp gab sie mir Bescheid, dass sie an dem Tag, an dem sie mich besuchen würde, zufällig auch Geburtstag habe. Wie praktisch und das meine ich ernst. Da aber wenig Zeit  blieb, wurde es ein spontanes Geburtstagsfrühstück. Mit Linda lasse ich die Rubrik: friends (hier auf der Seite) neu aufleben. Das ist die Lösung für das Dilemma nicht immer allein von mir schreiben zu wollen. Da ich sehr häufig spannenden Besuch habe, wird es immer mal wieder ein kleines Portrait von Freunden geben. Alois hat eh das Zeitliche gesegnet, da kommt es gerade Recht.
 
 
 
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Kurz zu Linda: Linda ist süße 22 geworden und es war eine wahre Freude mit ihr diesen Geburtstagsmorgen zu verbringen.
 
Sie ist eine besonders gute Sängerin, musste sich aber Frotzeleien über ihr Tattoo (ein Notenschlüssel auf dem Kopf) von mir anhören. Wenn sie das Mikro in die Hand nimmt ist er natürlich richtig rum. Ich meinte dann: Also der Jackson Michael hätte jetzt den Notenschlüssel nicht auf den Kopf gestellt; der hatte immer ein Headset. MICHAEL! Ach was, LINDA!!! Ihre Stimme ist etwas rauchig, soulig, einfach schön.
 
Vom Wesen her, muss ich sagen, habe ich noch nie jemand wie sie getroffen. Linda lacht beziehungsweise lächelt immer, einfach so. Sie ist die Ausgeburt an ansteckender Frische und fröhlicher Natürlichkeit; es gehört ganz und gar zu ihr wie ihre wunderschönen vielen Löckchen. Und dabei ist sie eine echte Sportskanone. Ich war nur froh, dass sie nicht mehr vegan isst, sonst wäre ich etwas ins Rudern gekommen mit dem Frühstück. Und Badisch könnet mir  zwoi au schwätze. So super, dass DU da warsch Linda. Bisch mei Schätzle.
 
 
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Heute gibt es nur zur Anregung hier mein Handmade-Last-Minute-Breakfast:
 

Man nehme:

 
1 Geburtstagskind, das zufällig Zeit hat
wenig Planungszeit
Stifte
Papier
Geschenk/Geschenke
Frühstück mit  allem Schnipp und Schnapp
Ein bis zwei Möpse (HUNDE!!!) zur artistischen Belustigung
Lieblingsmusik
Zusätzliches Gimmick: Kaffeeausflug am Nachmittag in die City
 
Selbstgemachte Glückwünsche für den Frühstückstisch sind ein nettes Detail. Es macht Spaß verschiedene Handschriften zu zeichnen und es muss auf keinen Fall perfekt aussehen.
 
Farben wählen (hier: bunt) und immer wieder aufgreifen. Deko, Essen, Verpackungsmaterial kann nach diesem Gesichtspunkt ausgesucht werden.
 
Bunt beim Essen? Mit Obst und Gemüse kann man Farben gut dazunehmen.
 
Falls ihr niemanden mit Feieranlass zur Hand habt - ohne Grund schmeckt es genauso gut.
 
Habt eine schöne Zeit.
 
Herzliche Grüße
Olivia
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Silberkännchen Kaffee /

 

Ihr kennt doch die alten Kaffeehäuser. Ich meine nicht die neuen im coolen urbanen Stil, sondern die, in denen man Kaffee in silbernen Kännchen bekommt und sich an großen Glasvitrinen ein Stück Torte oder Plunder aussuchen kann und dann ein Zettelchen mit einer Nummer bekommt, mit der man später den Kuchen erhält.

Manchmal gehe ich dort gerne hin. Und besonders gerne esse ich dort Petit Fours. Für die, die es nicht kennen: das sind kleine mit Zuckerguss überzogene Minikuchenstücke, häufig sind sie kunstvoll verziert. Sicher kann man aus kalorischer Sicht dafür einen ganzen Marmorkuchen verzehren, aber sie sind schon echt lecker und sehr süß. Dazu mag ich einen Kaffee, es braucht unbedingt etwas Herbes dazu. Alternativ ist es auch möglich, zum Ausgleich, im Anschluss drei Teller Wurstsalat zu verzehren. Das ist Esskultur.

In dem Kaffeehaus, in dem ich gerne mal vorbeischaue gibt es die Petit Fours meist dienstags und freitags. Das fällt mir dann ein, wenn ich montags oder donnerstags an den Glasvitrinen stehe.

Ich habe mir neulich bei einem Münchner Super-Konditor ein Petit Four geholt. Es war leider gar nicht lecker, denn es war NUR süß. Das geht dann doch nicht. Ich messe es daran, dass mir im besten Falle nach dem Genuss eines bleibt: „Mann war das süß,  aber irgendwie auch echt fein.“

Mein Versuch sie weniger süß nachzubauen ist am zuckrigen Fondant gescheitert. Eigentlich werden sie nicht mit Fondant gemacht, aber da ich hier der „Bestimmer“ bin, eben doch.

Ein wenig vereinfacht habe ich den Backvorgang indem ich einen fertigen Biskuitboden verwendet habe. Da hat man gut schmeckende (hier) Schokoladenbiskuits bereits vorgeschnitten. Für alle Backfans ist das natürlich ein Graus.

 

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Petit Four (in der Mogelvariante)

Kaufen solltet ihr u.a. :

1 Wiener-Biskuitboden (es sind drei Böden enthalten)

1 Glas Fruchtgelee (hier Himbeergelee)

Fondant zum Ausrollen

Des Weiteren braucht ihr für die zweite Lage:

1 Becher Topfen

3 EL frisches, gezuckertes Fruchtpüree 

1 TL Agar-Agar, in etwas zusätzlichem Fruchtpüree nach Anweisung auflösen

Nach Belieben klitzeklein geschnittene Früchte (hab ich weggelassen)

Lebensmittelfarbe

Puderzucker

Bei Bedarf Betty Crocker  Vanilla Icing um das Fondant an ein paar Stellen zu befestigen. Es geht aber auch ohne

Hilfsmittel:

Lebensmittelpinsel

Fondantausstecher

Die Petit Fours, die wir heute machen, sind vom Frühling inspiriert, haben viele Blüten und sehen konsequenterweise nicht bloggermäßig hip aus, sondern eben nach Kaffeehaus.

Dafür Fondant ausrollen und Blumen ausstechen, am besten am Tag vorher schon herstellen und trocknen lassen. Ich habe die Blüten dann mit Lebensmittelfarbe und Gin bepinselt.

Weiter geht es mit den Biskuitböden. Auf den untersten Tortenboden habe ich Himbeergelee gestrichen.

Den zweiten Tortenboden auf den mit Gelee bestrichenen Boden legen und mit einem breiten Messer die Topfenmischung in einer dünnen aber erkennbaren Schicht aufbringen. Tortendeckel draufgeben. In den Kühlschrank stellen.

Als nächstes die unbedeckte Torte zu einem Rechteck schneiden. Kleine Quadrate oder Rechtecke mit Hilfe eines Lineals schneiden. Den Verschnitt verputzen oder Cake-Pops daraus machen.

Für den besseren Halt kann man nun jedes Rechteck mit etwas Buttercreme einstreichen, bis auf die Unterseite.

Fondant dünn ausrollen und jedes Teil damit abdecken (wie bei Torten), unten den Rest abschneiden. Mit großen flachen Messern, falls Profi-Equipment nicht zur Hand, immer sanft von zwei Seiten in Form pressen.

Die Fondantblumen mit etwas Wasser festkleben. Mit viel Kaffee genießen.

 

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Ich weiß schon warum sich Dichter und Denker gerne in diese Cafés gesetzt haben und es sicher noch tun. Ungefähr wie im Café Hawelka in Wien. Es gibt so viel zu gucken. Auch oder gerade, wenn man ohne Begleitung dort ist. Ganze Lebensgeschichten breiten sich vor einem aus. Nicht immer will man es so detailliert wissen, nimmt aber aufgrund der Lautstärke gut teil ; )

 

„OMA!“ brüllt neben mir eine Frau mittleren Alters ihrer betagten Begleitung mitten ins Gesicht, „WELCHEN KUCHEN MÖCHTEST DU?“

Oma sagt: „Mir egal“

Begleitung: „GUT, DANN HOLE ICH DIR EINEN EIERLIKÖRKRANZ.“

Oma: „Ich mag doch gar kein Eierlikör.

Begleitung: „JA, DANN EINE SCHWARZWÄLDER-KIRSCHTORTE.“

OMA: „Ich mag keine Kirschen.“

Begleitung: „JA, OMA, IRGENDWAS MUSS DIR DOCH SCHMECKEN... „

Oma: „Ja, alles außer Kirschen und Eierlikör.“

Oma hat am Ende eine Herrentorte verputzt und sie hatten es, so viel war mitzubekommen, recht nett.

Ich wünsche euch eine köstliche ; ) und sonnige Woche.

Herzliche Grüße
Olivia

 

 

Alter Schwede /

 

Ich mochte viele der Figuren von Astrid Lindgren. Besonders Pippi Langstrumpf und Michel und Madita. Pippi ist toll, weil sie schon als Kind alleine mit ihren Tieren in der verrückten Villa Kunterbunt lebt, so stark ist, dass sie sogar ihr Pferd hochheben kann und vor nichts Angst hat. Sie lacht sehr viel, macht ebenso viel Blödsinn und macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt (siehe Text unten).

Geselligkeit mit Kinder und Jugendlichen ist super. Bei Hochzeiten und anderen Festivitäten macht es mir Spaß am Kindertisch zu sitzen. Dort ist es lustig und locker, man muss keinen Smalltalk halten und kann spielen und kritzeln.

Wenn ich (als bereits Erwachsene) mit meiner sehr kinderreichen Verwandtschaft mal verreist bin, z.B. in die Bretagne, hab ich an regnerischen Tagen gerne Kinderparties gefeiert. Dazu ist kein Geburtstag oder spezieller Anlass nötig. Die Kinder waren aber meist schon etwas größer, also zwischen 7 und 14 Jahre alt. Wir haben uns ein Thema ausgesucht und dann haben sie losgelegt, alles alleine mit großem Eifer organisiert. Musik ausgesucht, gebacken und Sandwiches geschustert, kleine Gastgeschenke für die „Gäste“, bestehend aus uns und den restlichen Erwachsenen, gebastelt. Am Tag der Festivität  haben wir uns entweder verkleidet oder schick gemacht, je nach Thema. Das Netteste an diesen Partys ist, dass sie spontan sind und kaum Planung brauchen.

Fällt euch spontan nichts ein, einfach mein „easy-peasy-Rezept“ (siehe unten) hernehmen.

Wenn ich in den folgenden Jahren zu Besuch war, kam häufig die Frage: „Livi, feiern wir zusammen eine Kinderpartiiiiiiiie?“

Für eine Instant-Hauspartie braucht ihr:

-Kinder, die feiern wollen
-Keinen besonderen Anlass
-Ein Motto oder kein Motto
-Irgendwas aus dem Kühlschrank
-Gläser
-Röhrchen
-Musik
-Gäste oder keine Gäste
-Papier
-Süßigkeiten und Knabberzeug

Alles zusammen muss gar nicht durchgestylt sein, schon gar nicht in Richtung Sweet-Table gehen, das ist zu aufwändig.

Um Astrid Lindgren wieder ins Spiel zu bringen, habe ich als ganz einfach zu backendes Rezept eine Abwandlung der schwedischen Zimtschnecke zu bieten. Dazu ein Bananen-Split-Milchshake.

 

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Zimtstangen

Fertiger Blätterteig aus dem Kühlregal
30 g Butter
3-4 EL Zucker
1 EL Zimt

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Butter in einem Topf schmelzen. Zimt und Zucker in einer Schüssel vermischen. Den fertig ausgerollten Blätterteig in gleichmäßig breite Streifen schneiden. Mit der geschmolzenen Butter bestreichen und der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen. Wie Käsestangen zwirbeln und circa 10 Minuten im Ofen backen. Relativ am Anfang des Backens verbiegen sich die Stangen, können aber gerade gerückt werden.

 

Bananensplit-Shake

(für sechs Gläser)
3 Bananen kleingeschnitten
(wenn sie sehr reif sind keinen Vanillezucker dazugeben)
etwas Vanillezucker
circa 600 ml Milch, alles zusammen mit  einem Zauberstab/Mixer verquirlen
Zum Schluss ein paar Spritzer Zitronensaft dazugeben.

Als erstes in die kleinen Milchflaschen oder Gläser geben:

600 ml Milch
1 TL Kakaopulver
1 TL Vanillezucker
2 EL Kabapulver (je nach Geschmack)

Alles zusammen mixen und dann auf den Bananen-Shake gießen. Das sieht etwas marmoriert aus. 

Die ganz Kühnen unter euch machen noch Sahne on top. Ich habe drauf verzichtet.

 

 

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Und, wenn ihr mal mit Kindern nach Stockholm fahrt, das Astrid Lindgren Museum Junibacken hier ist wirklich schön. 

Wer, wie ich, den Text vom Anfangslied von Pippi vergessen hat,  schaut mal hier, der ist nett:

 

2 x 3 macht 4 -

widdewiddewitt und 3 macht 9e !

Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ...

Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa

Hey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt.

 

...

 

Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa

Hey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt.

 

 

Ich hab' ein Haus, ein kunterbuntes Haus

ein Äffchen und ein Pferd, die schauen dort zum Fenster raus.

Ich hab' ein Haus, ein Äffchen und ein Pferd,

und Jeder, der uns mag, kriegt unser 1x1 gelehrt.

 

 

Ich wünsche euch eine klasse Woche mit vielen schönen, spontanen Ereignissen.

Herzliche Grüße
Olivia

Deko und so /

 

Irgendwie hat es sich nicht ergeben den Eingangsbereich neu zu arrangieren. Dort stand bis vorhin noch der Kürbis vom Oktober, uuups. Das Dekorieren liegt mir nicht so. Da ich aber weiß, dass viele von euch das mögen, musste eine Idee für den Frühling her. Großraum Ostern oder so was. Bei meiner Gastfamilie in LA habe ich zum ersten Mal gesehen wie russische Ostereier gemacht werden. Vor Ort habe ich auch das passende Handwerkset gekauft. Diese Art Ostereier zu „bemalen" macht wirklich Spaß. Es wird von hell nach dunkel gefärbt und dazwischen mit Wachs und einem sehr dünnen „Eisen-Dingsda“ aufwendige Ornamente aufgebracht. Am Schluss sehen die Eier von dem vielen rußigen Wachs meist schwarz aus, und dann kommt der schönste Moment bei dem Verfahren: Über einer Kerze wird das Wachs geschmolzen und mit einem Tuch entfernt und das Bild wird freigelegt.

Ich wollte aber gerne etwas frischere Motive und habe auch nur eine Farbe verwendet. Diese verzierten Eier baue ich in die Deko von heute ein.

Für das heutige DIY Objekt werden wir einen Teil der Luftballons, die Joanna mir zum Geburtstag geschenkt hat, verwenden. Wie sie da so hübsch in meinem Wohnzimmer rumflogen, dachte ich, dass sie wie riesige Ostereier aussehen. Und genau das sind sie dann auch geworden.

 

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Jumbo Ostereier

Ihr braucht also:

Luftballons (am besten in Weiß)

Tapetenkleister (habe ich selbst gemacht, weil ich keinen da hatte)

Seidenpapier

Füllmaterial (Zeitungspapier)

Schere

Osterglocken oder schöne Kräuter

Schokoladeneier

Ostereier oder hartgekochte Eier

 

Mehlkleister und Anleitung 

Den Kleister habe ich im wie folgt angemischt.

Mehlkleister ist hervorragend als Tapetenkleister geeignet. Dazu werden ein halber Liter Wasser und 150 Gramm Mehl miteinander verrührt.

Die Mischung wird kurz bis zur Entstehung einer kleisterähnlichen Masse aufgekocht. Nachdem die Masse abgekühlt ist kann sie verwendet werden.

Das Seidenpapier in verschieden große Stücke reißen. Den Ballon mit Kleister einschmieren und die Papierstreifen aufbringen. Einige Lagen übereinander kleben. Den Luftballon einen Tag oder über Nacht trocknen lassen.

Mit einer Schere oben am „Ei“ ein Loch schneiden. Mit Papier füllen und entweder einen Topf mit Blümchen reingeben oder Papiergras auf die Füllung legen und mit Schokoeierchen und bemalten Eiern oder einem Schild dekorieren.

Ich komme aber einfach nicht darüber hinweg, dass Dekorieren als Begriff mir nicht liegt. Und eben auch die Tätigkeit. Ich hoffe man sieht es nicht. Ihr seid da bestimmt firmer als ich ; ) Osterdeko kann auch ganz schnell ins gaaaaanz Kitschige gehen. Ist Geschmacksache, ich weiß. Vielleicht habe ich normalerweise aus dem Grund keine Stehrümmchen außer Lichter, Schnittblumen und atmende Kissen auf dem Sofa. Dummerweise haben die atmenden Kissen Plüschtiere, die sie durchschütteln, durchkauen und zum Einschlafen hernehmen (JAHAAA, Murmel schläft immer abends ein, wenn sie einen riesigen Teddy im Maul hat. Dann paddelt sie wie ein Babykätzchen mit den Pfoten und dämmert weg. Ich schwöre, ich hab ihr das nicht beigebracht).

 

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Es ist einfach immer schön, wenn man an etwas gewerkelt hat und es einem nachher selbst gut gefällt.

Habt eine schnurrig warme und sonnige Woche.

Herzliche Grüße
Olivia

Zwitscher tirilliiee /

 

Ein Vogel piept, die Sonne küsst die Haut, die Erde duftet nach Aufbruch, bringt Schneeglöckchen raus und schon sind se alle jeck. Das Lächeln scheint leichter auf den Lippen zu liegen, alle Leute sind fröhlicher. Es ist aber auch schön das Gesicht in die wärmende Sonne zu strecken und keine Eiskristalle mehr an der im Freien verköstigten Cola zu finden. Ich sehe es bei den Hunden, sie baden im ersten Licht. Sie setzten sich richtig in die Sonne, schließen die Augen und heben ein wenig den Kopf, damit sie möglichst viel abbekommen.

Froin ; ) Müller hat sich zur Feier des Frühlingsanfangs bereits einen verboten kurzen Minirock angetan, plus bauchfreies Top! Ich bin mir sicher, in drei Minuten steht sie am Tisch und sagt ihr sei kalt. Ein „ÜBERRASCHUNG“, verkneife ich mir.

Für die, die Frl. Müller noch nicht kennen. Das ist meine imaginäre Sekretärin, die alles ganz locker erledigt, was ich nicht so gerne mache. Bürokratischer Kram, Telefonate, etc. Dabei ist sie recht unterhaltsam, naiv und geschmacklos gekleidet. Wir haben es echt nett, aber es ist auch immer gut, wenn sie wieder abdampft ; )))))

Als sie heute hereinkam, hatte sie zwei Schälchen Erdbeeren dabei... Also naja, ich war es selbst, die die Erdbeeren gekauft hat. Es ist ja noch etwas vor der Zeit, aber für das Rezept, das ich euch heute zeigen mag, brauchen wir die Erdbeeren einfach. Und Orangen (Bio).

 

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Ursprünglich hatte ich das Rezept aus einem Thermomix-Kochbuch und habe dieses mit einem anderen Rezept gemischt, ein paar Zutaten nach meinem Geschmack geändert und herausgekommen ist ein ganz leichtes

Erdbeer-Orangen-Tiramisu

 

300 g Löffelbiskuit ungefähr

500 g Erdbeeren

140 g Zucker

Schale von einer Orange (abgerieben)

70 ml Orangensaft (frisch gepresst)

zusätzlich 500 g Erdbeeren, zum Garnieren

500 g griechischer Joghurt

200 g Magerquark

Ich habe meinen Thermomix angeschmissen, daher war alles sehr leicht zuzubereiten. Aber für euch habe ich das Rezept auf „Mit-Ohne-Thermomix*-Rezept“ umgestellt.

Zuerst die Schale einer Orange (unbehandelt) fein abreiben.

*Wer einen Thermomix besitzt, schmeißt die dünn abgeschälte Orangenschale mit dem Zucker zusammen in das Gerät und pulverisiert auf Stufe 10 solange bis keine Orangenstücke mehr zu sehen sind.

Alle anderen nehmen den Abrieb mit einem Teil Zucker und „mörsern“ (nicht zu verwechseln mit mosern) ihn zu einer schönen Paste; schließlich mit dem ganzen Zucker mischen/mörsern, bis alles homogen orange ist.

Den Orangenzucker in eine Schale geben und beiseite stellen.

Orange auspressen. Die Hälfte der Erdbeeren (die weniger ansehnlichen) mit der Hälfte des Orangenzuckers und zwei EL Orangensaft pürieren. Die restlichen Erdbeeren in feine Scheiben schneiden.

Den Magerquark mit dem Yoghurt, dem übrigen Zucker und ca. 4 EL Orangensaft glatt rühren.

Die Hälfte des Löffelbiskuits in die Form legen, mit dem Erdbeerpüree bestreichen. Darauf eine Schicht Erdbeerscheiben geben. Darauf eine Hälfte des Yoghurtquarks geben. Für die zweite Schicht: Löffelbiskuits, Erdbeerpüree, Joghurtquark hernehmen und zum Schluss die restlichen Erdbeeren darauf garnieren. Ungefähr vier Stunden kalt stellen.

 

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 Und während ich das alles aufschreibe, fällt die Sonne auf die Tastatur, der Mops schnarcht/grunzt wohlig, mhhhh... wir sind bereit für die nächste Jahreszeit (oha, ein Reim).

Das Pantschen in der Küche geht bei mir immer leichter, wenn ich etwas dabei tanze und  groove. Das dauert dann etwas länger, macht aber Laune.

Die Blues Brothers hab ich schon mal bemüht. Sie eignen sich aber auch so was von gut für „kitchen dancing“:

hier

Ich kann mir nicht vorstellen, dass da jemand mit Hängefr.... am Stuhl kleben bleibt, ihr?

Habt eine grandiose Woche.

Herzliche Grüße
Olivia