Silberkännchen Kaffee /

 

Ihr kennt doch die alten Kaffeehäuser. Ich meine nicht die neuen im coolen urbanen Stil, sondern die, in denen man Kaffee in silbernen Kännchen bekommt und sich an großen Glasvitrinen ein Stück Torte oder Plunder aussuchen kann und dann ein Zettelchen mit einer Nummer bekommt, mit der man später den Kuchen erhält.

Manchmal gehe ich dort gerne hin. Und besonders gerne esse ich dort Petit Fours. Für die, die es nicht kennen: das sind kleine mit Zuckerguss überzogene Minikuchenstücke, häufig sind sie kunstvoll verziert. Sicher kann man aus kalorischer Sicht dafür einen ganzen Marmorkuchen verzehren, aber sie sind schon echt lecker und sehr süß. Dazu mag ich einen Kaffee, es braucht unbedingt etwas Herbes dazu. Alternativ ist es auch möglich, zum Ausgleich, im Anschluss drei Teller Wurstsalat zu verzehren. Das ist Esskultur.

In dem Kaffeehaus, in dem ich gerne mal vorbeischaue gibt es die Petit Fours meist dienstags und freitags. Das fällt mir dann ein, wenn ich montags oder donnerstags an den Glasvitrinen stehe.

Ich habe mir neulich bei einem Münchner Super-Konditor ein Petit Four geholt. Es war leider gar nicht lecker, denn es war NUR süß. Das geht dann doch nicht. Ich messe es daran, dass mir im besten Falle nach dem Genuss eines bleibt: „Mann war das süß,  aber irgendwie auch echt fein.“

Mein Versuch sie weniger süß nachzubauen ist am zuckrigen Fondant gescheitert. Eigentlich werden sie nicht mit Fondant gemacht, aber da ich hier der „Bestimmer“ bin, eben doch.

Ein wenig vereinfacht habe ich den Backvorgang indem ich einen fertigen Biskuitboden verwendet habe. Da hat man gut schmeckende (hier) Schokoladenbiskuits bereits vorgeschnitten. Für alle Backfans ist das natürlich ein Graus.

 

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Petit Four (in der Mogelvariante)

Kaufen solltet ihr u.a. :

1 Wiener-Biskuitboden (es sind drei Böden enthalten)

1 Glas Fruchtgelee (hier Himbeergelee)

Fondant zum Ausrollen

Des Weiteren braucht ihr für die zweite Lage:

1 Becher Topfen

3 EL frisches, gezuckertes Fruchtpüree 

1 TL Agar-Agar, in etwas zusätzlichem Fruchtpüree nach Anweisung auflösen

Nach Belieben klitzeklein geschnittene Früchte (hab ich weggelassen)

Lebensmittelfarbe

Puderzucker

Bei Bedarf Betty Crocker  Vanilla Icing um das Fondant an ein paar Stellen zu befestigen. Es geht aber auch ohne

Hilfsmittel:

Lebensmittelpinsel

Fondantausstecher

Die Petit Fours, die wir heute machen, sind vom Frühling inspiriert, haben viele Blüten und sehen konsequenterweise nicht bloggermäßig hip aus, sondern eben nach Kaffeehaus.

Dafür Fondant ausrollen und Blumen ausstechen, am besten am Tag vorher schon herstellen und trocknen lassen. Ich habe die Blüten dann mit Lebensmittelfarbe und Gin bepinselt.

Weiter geht es mit den Biskuitböden. Auf den untersten Tortenboden habe ich Himbeergelee gestrichen.

Den zweiten Tortenboden auf den mit Gelee bestrichenen Boden legen und mit einem breiten Messer die Topfenmischung in einer dünnen aber erkennbaren Schicht aufbringen. Tortendeckel draufgeben. In den Kühlschrank stellen.

Als nächstes die unbedeckte Torte zu einem Rechteck schneiden. Kleine Quadrate oder Rechtecke mit Hilfe eines Lineals schneiden. Den Verschnitt verputzen oder Cake-Pops daraus machen.

Für den besseren Halt kann man nun jedes Rechteck mit etwas Buttercreme einstreichen, bis auf die Unterseite.

Fondant dünn ausrollen und jedes Teil damit abdecken (wie bei Torten), unten den Rest abschneiden. Mit großen flachen Messern, falls Profi-Equipment nicht zur Hand, immer sanft von zwei Seiten in Form pressen.

Die Fondantblumen mit etwas Wasser festkleben. Mit viel Kaffee genießen.

 

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Ich weiß schon warum sich Dichter und Denker gerne in diese Cafés gesetzt haben und es sicher noch tun. Ungefähr wie im Café Hawelka in Wien. Es gibt so viel zu gucken. Auch oder gerade, wenn man ohne Begleitung dort ist. Ganze Lebensgeschichten breiten sich vor einem aus. Nicht immer will man es so detailliert wissen, nimmt aber aufgrund der Lautstärke gut teil ; )

 

„OMA!“ brüllt neben mir eine Frau mittleren Alters ihrer betagten Begleitung mitten ins Gesicht, „WELCHEN KUCHEN MÖCHTEST DU?“

Oma sagt: „Mir egal“

Begleitung: „GUT, DANN HOLE ICH DIR EINEN EIERLIKÖRKRANZ.“

Oma: „Ich mag doch gar kein Eierlikör.

Begleitung: „JA, DANN EINE SCHWARZWÄLDER-KIRSCHTORTE.“

OMA: „Ich mag keine Kirschen.“

Begleitung: „JA, OMA, IRGENDWAS MUSS DIR DOCH SCHMECKEN... „

Oma: „Ja, alles außer Kirschen und Eierlikör.“

Oma hat am Ende eine Herrentorte verputzt und sie hatten es, so viel war mitzubekommen, recht nett.

Ich wünsche euch eine köstliche ; ) und sonnige Woche.

Herzliche Grüße
Olivia

 

 

Alter Schwede /

 

Ich mochte viele der Figuren von Astrid Lindgren. Besonders Pippi Langstrumpf und Michel und Madita. Pippi ist toll, weil sie schon als Kind alleine mit ihren Tieren in der verrückten Villa Kunterbunt lebt, so stark ist, dass sie sogar ihr Pferd hochheben kann und vor nichts Angst hat. Sie lacht sehr viel, macht ebenso viel Blödsinn und macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt (siehe Text unten).

Geselligkeit mit Kinder und Jugendlichen ist super. Bei Hochzeiten und anderen Festivitäten macht es mir Spaß am Kindertisch zu sitzen. Dort ist es lustig und locker, man muss keinen Smalltalk halten und kann spielen und kritzeln.

Wenn ich (als bereits Erwachsene) mit meiner sehr kinderreichen Verwandtschaft mal verreist bin, z.B. in die Bretagne, hab ich an regnerischen Tagen gerne Kinderparties gefeiert. Dazu ist kein Geburtstag oder spezieller Anlass nötig. Die Kinder waren aber meist schon etwas größer, also zwischen 7 und 14 Jahre alt. Wir haben uns ein Thema ausgesucht und dann haben sie losgelegt, alles alleine mit großem Eifer organisiert. Musik ausgesucht, gebacken und Sandwiches geschustert, kleine Gastgeschenke für die „Gäste“, bestehend aus uns und den restlichen Erwachsenen, gebastelt. Am Tag der Festivität  haben wir uns entweder verkleidet oder schick gemacht, je nach Thema. Das Netteste an diesen Partys ist, dass sie spontan sind und kaum Planung brauchen.

Fällt euch spontan nichts ein, einfach mein „easy-peasy-Rezept“ (siehe unten) hernehmen.

Wenn ich in den folgenden Jahren zu Besuch war, kam häufig die Frage: „Livi, feiern wir zusammen eine Kinderpartiiiiiiiie?“

Für eine Instant-Hauspartie braucht ihr:

-Kinder, die feiern wollen
-Keinen besonderen Anlass
-Ein Motto oder kein Motto
-Irgendwas aus dem Kühlschrank
-Gläser
-Röhrchen
-Musik
-Gäste oder keine Gäste
-Papier
-Süßigkeiten und Knabberzeug

Alles zusammen muss gar nicht durchgestylt sein, schon gar nicht in Richtung Sweet-Table gehen, das ist zu aufwändig.

Um Astrid Lindgren wieder ins Spiel zu bringen, habe ich als ganz einfach zu backendes Rezept eine Abwandlung der schwedischen Zimtschnecke zu bieten. Dazu ein Bananen-Split-Milchshake.

 

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Zimtstangen

Fertiger Blätterteig aus dem Kühlregal
30 g Butter
3-4 EL Zucker
1 EL Zimt

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Butter in einem Topf schmelzen. Zimt und Zucker in einer Schüssel vermischen. Den fertig ausgerollten Blätterteig in gleichmäßig breite Streifen schneiden. Mit der geschmolzenen Butter bestreichen und der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen. Wie Käsestangen zwirbeln und circa 10 Minuten im Ofen backen. Relativ am Anfang des Backens verbiegen sich die Stangen, können aber gerade gerückt werden.

 

Bananensplit-Shake

(für sechs Gläser)
3 Bananen kleingeschnitten
(wenn sie sehr reif sind keinen Vanillezucker dazugeben)
etwas Vanillezucker
circa 600 ml Milch, alles zusammen mit  einem Zauberstab/Mixer verquirlen
Zum Schluss ein paar Spritzer Zitronensaft dazugeben.

Als erstes in die kleinen Milchflaschen oder Gläser geben:

600 ml Milch
1 TL Kakaopulver
1 TL Vanillezucker
2 EL Kabapulver (je nach Geschmack)

Alles zusammen mixen und dann auf den Bananen-Shake gießen. Das sieht etwas marmoriert aus. 

Die ganz Kühnen unter euch machen noch Sahne on top. Ich habe drauf verzichtet.

 

 

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Und, wenn ihr mal mit Kindern nach Stockholm fahrt, das Astrid Lindgren Museum Junibacken hier ist wirklich schön. 

Wer, wie ich, den Text vom Anfangslied von Pippi vergessen hat,  schaut mal hier, der ist nett:

 

2 x 3 macht 4 -

widdewiddewitt und 3 macht 9e !

Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ...

Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa

Hey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt.

 

...

 

Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa

Hey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt.

 

 

Ich hab' ein Haus, ein kunterbuntes Haus

ein Äffchen und ein Pferd, die schauen dort zum Fenster raus.

Ich hab' ein Haus, ein Äffchen und ein Pferd,

und Jeder, der uns mag, kriegt unser 1x1 gelehrt.

 

 

Ich wünsche euch eine klasse Woche mit vielen schönen, spontanen Ereignissen.

Herzliche Grüße
Olivia

Zwitscher tirilliiee /

 

Ein Vogel piept, die Sonne küsst die Haut, die Erde duftet nach Aufbruch, bringt Schneeglöckchen raus und schon sind se alle jeck. Das Lächeln scheint leichter auf den Lippen zu liegen, alle Leute sind fröhlicher. Es ist aber auch schön das Gesicht in die wärmende Sonne zu strecken und keine Eiskristalle mehr an der im Freien verköstigten Cola zu finden. Ich sehe es bei den Hunden, sie baden im ersten Licht. Sie setzten sich richtig in die Sonne, schließen die Augen und heben ein wenig den Kopf, damit sie möglichst viel abbekommen.

Froin ; ) Müller hat sich zur Feier des Frühlingsanfangs bereits einen verboten kurzen Minirock angetan, plus bauchfreies Top! Ich bin mir sicher, in drei Minuten steht sie am Tisch und sagt ihr sei kalt. Ein „ÜBERRASCHUNG“, verkneife ich mir.

Für die, die Frl. Müller noch nicht kennen. Das ist meine imaginäre Sekretärin, die alles ganz locker erledigt, was ich nicht so gerne mache. Bürokratischer Kram, Telefonate, etc. Dabei ist sie recht unterhaltsam, naiv und geschmacklos gekleidet. Wir haben es echt nett, aber es ist auch immer gut, wenn sie wieder abdampft ; )))))

Als sie heute hereinkam, hatte sie zwei Schälchen Erdbeeren dabei... Also naja, ich war es selbst, die die Erdbeeren gekauft hat. Es ist ja noch etwas vor der Zeit, aber für das Rezept, das ich euch heute zeigen mag, brauchen wir die Erdbeeren einfach. Und Orangen (Bio).

 

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Ursprünglich hatte ich das Rezept aus einem Thermomix-Kochbuch und habe dieses mit einem anderen Rezept gemischt, ein paar Zutaten nach meinem Geschmack geändert und herausgekommen ist ein ganz leichtes

Erdbeer-Orangen-Tiramisu

 

300 g Löffelbiskuit ungefähr

500 g Erdbeeren

140 g Zucker

Schale von einer Orange (abgerieben)

70 ml Orangensaft (frisch gepresst)

zusätzlich 500 g Erdbeeren, zum Garnieren

500 g griechischer Joghurt

200 g Magerquark

Ich habe meinen Thermomix angeschmissen, daher war alles sehr leicht zuzubereiten. Aber für euch habe ich das Rezept auf „Mit-Ohne-Thermomix*-Rezept“ umgestellt.

Zuerst die Schale einer Orange (unbehandelt) fein abreiben.

*Wer einen Thermomix besitzt, schmeißt die dünn abgeschälte Orangenschale mit dem Zucker zusammen in das Gerät und pulverisiert auf Stufe 10 solange bis keine Orangenstücke mehr zu sehen sind.

Alle anderen nehmen den Abrieb mit einem Teil Zucker und „mörsern“ (nicht zu verwechseln mit mosern) ihn zu einer schönen Paste; schließlich mit dem ganzen Zucker mischen/mörsern, bis alles homogen orange ist.

Den Orangenzucker in eine Schale geben und beiseite stellen.

Orange auspressen. Die Hälfte der Erdbeeren (die weniger ansehnlichen) mit der Hälfte des Orangenzuckers und zwei EL Orangensaft pürieren. Die restlichen Erdbeeren in feine Scheiben schneiden.

Den Magerquark mit dem Yoghurt, dem übrigen Zucker und ca. 4 EL Orangensaft glatt rühren.

Die Hälfte des Löffelbiskuits in die Form legen, mit dem Erdbeerpüree bestreichen. Darauf eine Schicht Erdbeerscheiben geben. Darauf eine Hälfte des Yoghurtquarks geben. Für die zweite Schicht: Löffelbiskuits, Erdbeerpüree, Joghurtquark hernehmen und zum Schluss die restlichen Erdbeeren darauf garnieren. Ungefähr vier Stunden kalt stellen.

 

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 Und während ich das alles aufschreibe, fällt die Sonne auf die Tastatur, der Mops schnarcht/grunzt wohlig, mhhhh... wir sind bereit für die nächste Jahreszeit (oha, ein Reim).

Das Pantschen in der Küche geht bei mir immer leichter, wenn ich etwas dabei tanze und  groove. Das dauert dann etwas länger, macht aber Laune.

Die Blues Brothers hab ich schon mal bemüht. Sie eignen sich aber auch so was von gut für „kitchen dancing“:

hier

Ich kann mir nicht vorstellen, dass da jemand mit Hängefr.... am Stuhl kleben bleibt, ihr?

Habt eine grandiose Woche.

Herzliche Grüße
Olivia

Die Zehen im Sand /

 

 

Im Garten herrschen immer noch die Farben Weiß (ja, ja, gilt nicht als Farbe) und Graubraun vor. Allerorts wird gehustet und geschnieft. Meine Stimme lässt nur noch ein kesselflickerähnliches tiefes Röhren zu anstatt eines normalen Lachens. In Münchens Kliniken hat die Influenza das halbe Pflegepersonal erwischt. Da wundert es mich nicht, dass viele vom Barfußlaufen im Gras/Sand und Sonnen träumen. Selten habe ich so viele Menschen über das Wetter reden hören. Bestens, das mag ich, es gibt kein belangloseres aber alle betreffendes Thema. Unpolitisch, keine Vorbildung nötig, einfach drauf los. Suuuuper.

Mit meiner Mom war ich vor vielen Jahren auf den Malediven. Zum einen habe ich dort die schönsten Strände meines Lebens gesehen, zum anderen will ich da nicht mehr hin. Einmal reicht echt! Aber für unseren heutigen Kurztrip taugen die Assoziationen allemal. Wer dort noch nicht war, stelle sich vor: Du nimmst eine Postkarte zur Hand mit dem krassesten Strandfoto EVER! Knallweißer Sand. Eine Palme ragt über das Wasser, dicht behangen mit Kokosnüssen. Das klarste türkisblaue Meer, das du je gesehen hast. So und nun schlüpfst du genau da rein. Denn genau so ist es dort. Ich übertreibe nicht. Wassertemperatur: laue Badewanne. Ich war am Anfang fast schockiert davon. Es war irgendwie so unwirklich, als ob in der nächsten Sekunde einer hinter der Palme raus springt und „CUT!“ schreien würde.

Du kannst dort Rochen füttern und an den Riffen tauchen. Das Tauchen ist ein wenig wie fliegen. Denn dadurch, dass das Wasser so klar ist, siehst Du gestochen scharf hunderte Meter in die Tiefe in die wunderschöne Unterwasserwelt.

Das hat mir aber keiner gesagt. So eine Insel ist wie ein Baum, der 2000 Meter vom Grund bis an die Wasseroberfläche wächst. Ich hab also um ein Haar meinen Schnorchel inhaliert, als ich von der Lagune an die Riffkante geschwommen bin. So schnell bin ich noch nie rückwärts gerudert.

Und was hat nun Sonne, Strand und Tauchen mit dem heutigen Post zu tun? Da es mir aus technischen Gründen nicht möglich ist alle gemeinsam an einen Traumstrand zu beamen, habe ich mir eine Leckerei als Kurztrip überlegt. Wir entern die Bounty... ähhh wir essen zusammen Kokosnüsse. Naja, so ähnlich. Und obwohl ich lieber koche als backe, hat es mir selbst wirklich gut geschmeckt. Und auf Instagram wurde heute eine sehr bekannte Bäckerin gefragt, was sie mit den ganzen Kuchen mache, die sie da backe? Eine wirklich berechtigte Frage. Wohin mit all dem Essen und den Süßigkeiten, wenn sie fertig sind, abfotografiert und auf den Blog gestellt wurden. Die Hunde dürfen das alles nicht fressen. Das meiste bleibt an mir hängen ; )

Jetzt aber zu den Fakten: Wir backen einen Schokoladen-Kokos-Marmorkuchen. Ich habe die eine Hälfte in Muffinförmchen gebacken und die andere in einer kleineren Kuchenform.

 

 

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Bountykuchen

 
4 Eier
1 Prise Salz
200 g Zucker
200 ml Öl
200 g Mehl
1 Töpfchen Creme fraiche
100 g weiße Schokolade
100 g Kokosraspeln
1 EL Mehl
½ Packung Backpulver
100 ml Kokosmilch
100 g gemahlene Haselnüsse
100 g Nutella
25 g Kakaopulver
½ Packung Backpulver
100 ml Milch
Schokolade zum Überziehen
Nach Belieben Kokosstücke oder Kokoschips

 

Ofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen.

Die Backform (26-28 cm) oder die Backförmchen einfetten. Kalt stellen.

Die weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen und nach und nach die Kokosmilch (100 ml) einrühren. Beiseitestellen.

Für den Grundteig die Eier mit einer Prise Salz aufschlagen, den Zucker nach und nach einrieseln lassen und weiter schlagen, bis eine cremige Konsistenz entstanden ist (bei mir war es recht flüssig, macht aber nichts). Das Öl nach und nach eintröpfeln lassen. Dann Mehl und Creme fraiche einrühren und den Teig halbieren.

Unter die eine Hälfte kommt nun die Weiße-Schokolade-Mischung, Kokosflöckchen, 1EL Mehl und eine halbe Packung Backpulver. Unter die andere Hälfte Haselnuss, Nutella, Kakao, die zweite halbe Packung Backpulver und 100 ml Milch. Den hellen und den dunklen Teig schön fein verrühren.

Nun abwechselnd hellen und dunklen Teig in die Form geben.  Anschließend den Kuchen eine Stunde backen. Die Muffinförmchen habe ich 30 Minuten gebacken.

Wenn der Kuchen gestürzt wurde und erkaltet ist, kann er mit Schokolade überzogen werden und mit Kokosstückchen verziert werden.

 

 

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Eventuell werden wir nächste Woche einen kleinen Ausflug in die Karibik machen. We will see.

Ich habe eine Musikrichtung entdeckt die zwei meiner Lieblingsmusikstile (es sind so viiiiele) verbindet: Chill Out und Hip Hop. Ergibt Chill Hop.

Kiffen is zwar doof, aber die hier und hier sind ganz nett

Ab in die Hängematte, Kopfhörer drauf.

Ahoi und herzliche Grüße
Olivia

 

 

 

 

Boxenstopp /

 

Wer oft unterwegs ist und sich dabei selbst versorgt, kennt das Thema. Nach einer Weile sind Schnellrestaurants echt langweilig, mal abgesehen davon, dass es sicher gesündere Sachen gibt als häufig Burger und Döner zu sich zu nehmen. Manch einer von euch hat den Vorteil in einer Betriebskantine bekocht zu werden. Doch auch das Essen dort ist in den seltensten Fällen wirklich lecker und vitaminreich.

Um die Schnellrestaurants zu umschiffen, habe ich mir auf Reisen in letzter Zeit häufig Brote geschmiert. Und auch die sind einem irgendwann über. Irgendwie kam mir wieder die Bento-Box in den Sinn.

Bento-Boxen stammen aus Japan und haben schon ein paar Jahrhunderte auf dem Buckel. Damals haben sie den Feldarbeitern und Soldaten ein schmackhaftes Mittagessen garantiert. 

Eine Bento-Box unterscheidet sich von einer Stullenschatulle (Pausenbrotbox)! Häufig hat sie mehrere Kammern, um die einzelnen Nahrungsmittel voneinander zu trennen. Die Nahrung wird wunderschön angeordnet und, wie in Japan üblich, immer schön verpackt. Heutzutage sind Bento-Boxen in Japan überall auch zu kaufen. Und seit ein paar Jahren ist es ein Trend, dass meist Mütter ihren Kindern aufwändig dekorierte Bento-Boxen als Schulverpflegung mitgeben. Hoch im Kurs liegen, wie soll es auch anders sein, Comicfiguren. Dabei werden die Lebensmittel so arrangiert, dass sie wie die Comichelden aussehen.

Glücklicherweise habe ich einen heißen Draht nach Japan. Daher werde ich schon bald original japanische Bento-Boxen verwenden. Die Auswahl hier war mir zu gering.

Auf dem Blog werde ich immer wieder mal eine eigene Bento-Idee zeigen.

Heute gibt es für die Großen Salat, bei dem ich einfach meine liebsten italienischen Zutaten zusammengeworfen (nicht getrennt) habe. Und eine Bento-Pausen-Box für die Schulpflichtigen, plus Früchte im Glas. Nicht nur gesund, dafür aber leeeecker.

 

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Ich habe neulich im Radio gehört, dass viele Kinder ihr Pausenbrot wieder mit nach Hause bringen oder sogar wegwerfen. Vielleicht ging es denen wie mir (Stullenüberdruss) und etwas Abwechslung im Speiseplan tut gut.

 

Italienisch inspirierter Nudel-Involtini-Salat

(grobe Mengenangabe für eine Person)

Dafür je eine Handvoll

gekochte Nudeln (z.B. vom Vortag)

Cherrytomaten halbiert

Rucolasalat

1 EL Kapern

schwarze Oliven

Eine gute Portion Parmesanschnitze (mit dem Sparschäler geschnitzt)

und ein paar Involtini (Mozzarellastifte mit Parmaschinken umwickeln, kurz  anbraten)

Das Balsamicodressing kommt bei einer längeren Fahrt in ein extra Behältnis und wird dann vor Ort über den Salat gegeben. Ansonsten, druff damit und alles vermengen.

 

Bunte Pause

Da kommt z.B. rein:

Süßigkeiten nach Wahl

Gemüse nach Wahl, mittels Plätzchenausstecher in neue Form bringen.

Popcorn, Chips oder Salzgebäck. Sogar Brot kommt rein, aber eben nicht ausschließlich und nach Möglichkeit lecker anzusehen.

Genauso für den Obstsalat im Bento-Style, die Früchte in andere Form bringen. Mit einem Spritzer Zitronensaft vor dem Braunwerden schützen.

Alle Dinge, die zu dem etwas anderen Pausensnack gehören, dürfen ruhig mal in ungewöhnlicher Verpackung kommen. Das macht Spaß.

 

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Das Schöne ist, man kann so richtig rumtüfteln und alles Mögliche ausprobieren. Frei nach dem Motto: mit Essen spielt man!

Ich wünsche euch eine herrliche Woche.

Herzliche Grüße
Olivia