Monstermäßig /

Triple Lemon-Cupcakes

 
 
Um nicht immer nur von mir zu schreiben, habe ich überlegt, a) auch auszuwandern, b) einen Bauernhof zu kaufen oder c) mit meiner Freundin Lisa eine TV Show zu starten: Lisa und Livi oder so.
 
Bedauerlicherweise ist es dann doch nur auf Alois meinen neuen Weberknecht und Mitbewohner hinausgelaufen. Er lebt seit gestern Abend im dritten Stock des Hauses und tanzt an der Bürodecke. Ob er bloggertaugliches Material liefert bleibt abzuwarten.
 
Doch zuvor war Lisa hier zu Besuch und wir haben für euch monstermäßig gebacken.
 
Um nur ein paar ausgewählte Details zu Lisa zu nennen: Sie ist eine wunderschöne junge Frau, selbstständig, selbstbewusst, lustig und intelligent. Sie spricht fließend Mandarin und hat ein großes Herz für China. Ach, und ich liebe sie sehr.
 
 
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Während ihres Besuchs durfte ich ein paar schöne und spannende Dinge über ihre drei Jahre im Nordwesten Chinas erfahren.  Außerdem kann ich jetzt  „Ich liebe Dich“ auf Mandarin sagen. Ein guter Start, obwohl man da eher etwas zurückhaltender sein sollte. Gleich mit der Tür ins Haus zu fallen ist dort nicht ratsam. Daher werde ich meinen Wortschatz auf ein „Hallo“ oder sogar ein „Guten Tag“ erweitern.
 
Da wir beide quirlig sind und uns recht rege ausgetauscht haben, ist uns jegliches Zeitgefühl flöten gegangen. Mein sonst eher strukturierter Tag (was die Mahlzeiten angeht) war völlig dahin. 
Um ab und zu auch etwas hinzubekommen, haben wir immer wieder ein subtiles: „Halt die Klappe und mach weiter“ ausgesprochen. Das hilft enorm.
 
Auf die Monster-Cupcakes kamen wir über Umwege. Lisa hat mir von einem Buch erzählt: Monster des Alltags. Ein wenig haben sie mich an meine Tiergeschichten (findet ihr links unter Texte) erinnert.  Der Autor hat eine feine Liebe zum Detail. So gefällt mir nicht nur „Monster des Alltags“, sondern auch „Zirkus der Süchte“  als Titel wirklich gut, aber auch „Monster der Weihnacht“ steht schon auf meiner Einkaufsliste. Hier könnt ihr mal reinschauen.  Und parallel kommt jetzt ein neuer Pixar-Film in die Kinos, der gut dazu passt. Das kann man hier sehen.
 
 
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Arrrgghhhhh und obwohl ich eigentlich keine Trickfilme mag, bin ich beim nächsten Trailer ebenfalls hängengeblieben.
Diese Art von Filmen ist immer so stressig, aber ein kurzer Trailer ist cool und reicht mir völlig.
 
 
Zum Nachbacken haben wir:
 

Triple Lemon-Cupcakes

 
Zutaten
für den Teig:
125 g Butter, weich
125 g Zucker
1 Paket Vanillezucker
Abrieb einer Bio-Zitrone
Prise Salz
2 Eier
50 g Frischkäse
150 g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
 
für die Füllung:
12 TL Lemon Curd
 
für das Frosting:
80 g Butter, zimmerwarm
80 g Puderzucker
2 EL Lemon Curd (oder engl. Zitronenmarmelade)
175 g Frischkäse, zimmerwarm (nicht fettreduziert)
 
 
Zubereitung
Die Vertiefungen einer Muffinform mit Papierformen auslegen. Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) oder 160 Grad (Umluft) vorheizen.
 
Die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenabrieb mit dem Mixer sehr schaumig rühren. Nach und nach die Eier gründlich unterschlagen, dann den Frischkäse. Zuletzt Mehl, Backpulver und Natron kurz unterrühren bis ein glatter Teig entsteht. Diesen in die Förmchen der Muffinform verteilen und etwa 20 Minuten im Ofen (mittlere Schiene) hellbraun backen. Auf einem Rost ganz abkühlen lassen.
 
Die Zutaten für das Frosting auf Zimmertemperatur kommen lassen. Dann die Butter mit dem Puderzucker sehr schaumig schlagen, etwa fünf Minuten. Erst Lemon Curd einrühren, anschließend esslöffelweise den Frischkäse; nicht zu lange schlagen, sonst wird die Creme zu dünn! Das Frosting eine halbe Stunde im Kühlschrank etwas fester werden lassen.
 
Von den Cupcakes oben einen kleinen Deckel abschneiden und mit jeweils einem Teelöffel Lemon Curd füllen.
 
Für die Monster-Cupcakes haben wir das Frosting in drei verschiedenen Farben eingefärbt und nach dem Kühlen mit einem Messer auf die Cupcakes aufgetragen. Mit Süßigkeiten zu Monstern verwandeln und fertig!
 
 
Quelle Cupcake-Rezept: usa-kulinarisch.de
 
 
Das Lemon Curd-Rezept habe ich von hier genommen
 
 
Habt eine super schöne Woche.
 
Herzliche Grüße
Olivia
 
 
 
 
 

FruchtBar /

 
 
Beim Nachbarn ist der Rasensprenger am Sprühen und zwei Häuser weiter jökelt der Rasenroboter über den Hausacker. Meine Sonnenliege ruft laut:
„KOMM; KOMM ZUM MIR!! Wir chillen zusammen.“ Überhaupt habe ich in dieser Sekunde beschlossen, ich mach mir keinen Stress mehr. Auch und vor allem mit den Dingen, die mir wichtig sind. Gäbe es einen äußeren Beweis dafür, würde ich Reggae-wippend durch die Gegend laufen.
Wie unnötig sich wegen etwas Stress zu machen. Lieber erst mal was Schönes tun, Robbenbabys streicheln oder den Rasen mähen. Egal, nur EINFACH KEINEN STRESS machen. Es fällt mir keine Situation einen meinem Leben ein, in der ich mit Stress erfolgreicher war. In der Medizin gibt es nur eine Berechtigung für Stress/Angst und zwar, wenn man in freier Wildbahn vor einem gefährlichen Raubtier flüchten muss, z.B. einem Tiger oder Nashorn. Hände hoch, wer musste schon mal vor einer Raubkatze fliehen? Ahh, sowas, doch da fällt mir ein, ich musste schon mal vor einer wild gewordenen Horde Jungbullen fliehen, DA war das Adrenalin gut.
 
Machen wir noch ein Beispiel. Eine Prüfung steht an, Abi oder so. Bei mir war das eine anstrengende Zeit. Ich musste viel lernen, was ich langweilig fand und hab echt nicht alles behalten können. Vor der Matheprüfung gab es zwei Typen: mich, fast ohnmächtig vor Schiss, und Janosch. Der stand pfeifend vor der Tür bis wir in den Prüfungsraum durften. Ich wähle Typ zwei. Ich wiederhole: einfach keinen Stress. Fertig. 
 
Also was tun wir nun? CHILLEN! und dabei super cool aus der Wäsche schauen UND rhythmisch WIPPEN! 
 
Sanfte Überleitung ade, kommen wir zur heutigen Inspiration: Fruchtsäfte mit Schuss (Wasser oder Prosecco)
 
Was ist eigentlich der Plural von Schorle: Schorlen, Schorles, Schorli, Schorlata?
 
Frisch, spritzig und mit leckeren Säften. Wer einen Entsafter hat, ist bei diesem Thema  klar im Vorteil. Dann ist es noch vitaminreicher und köstlicher. Ham wa hier nicht.  Chhhrrrhhh...
Aber auch mit gekauften Säften (Getränkemarkt) und neuen Kombinationen schmecken die Saft-Wasser-Mixturen wirklich gut.
 
Abends kann Mutti sich auch noch ein Piccolöchen reinschummeln.
 
 
 
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Blüten-Schorle

1 Finger breit Hollunderblütensirup (Darbo ist gut)
20 Tropfen Rosenwasser (über Amazon oder Apotheke)
mit Eis und Sprudel auffüllen.
 

Erdbeer-Rhabarber-Schorle

Je ein Drittel
Erdbeersaft
Rhabarbersaft
Sprudel
Mit Eisklötzchen auffüllen
 

Orangen-Ingwer-Schorle

3 Saftorangen
Stück Ingwer (drei Finger breit)
Sprudel
 
Orangen auspressen. Ingwer in Scheiben schneiden, mit kochendem Wasser bedecken und 10 Minuten ziehen lassen. Ingwer entfernen, Wasser abkühlen lassen. Saft und Ingwerwasser mit 1/3 kühlem Sprudel aufgießen. Simsalabim! Schmeckt sehr gut und ist erfrischend.
 
 
Herzliche Grüße
Olivia
 
 
Grooven ist immer gut, z.B. hiermit.
 
 
 

Bento Bavaria /

Grüne Stunde

 
 
Ich nehme euch heute auf einen Spaziergang mit und wir packen zusammen eine bayerische Bentobox.
 
Vorab sei erwähnt, dass mich vor ein paar Tagen ein Päckchen aus Japan erreicht hat, in dem sich Bentoware vom Allerfeinsten befand. Ganz arg liebevoll ausgesucht. Die Frau meines Verwandten lebt in Tokyo und wenn er dort zu Besuch ist, bringt er manchmal so tolle Sachen mit. Ich hatte ihn gefragt, ob er mir ein, zwei oder maximal drei dieser Plastikboxen mitbringen könnte. Bekommen habe ich ein riesiges Paket voll mit allem was man für diese Art der Pausenbrotbox brauchen kann: sehr viele Boxen, Pikserchen, Ausstecher, Förmchen, Minifläschchen für Soßen, Taschen, Dekoration, Schächtelchen und Besteck. Alles quitschbunt und total japanisch. SUUUUUUUPER!
 
Aus diesem Grund wird es jetzt immer mal , wie schon erwähnt, eine Bento-Idee geben.
 
Habt ihr also eure Box für den Ausflug oder wahlweise ein Schulkind gepackt, können wir starten.
 
Mit dem Auto geht es hoch zum Bergsee, allzu ehrgeizig geht es nicht bei uns zu.  Einmal rum, dabei Spaziergänger anschauen und mehr oder weniger freiwillig ihren Gesprächen lauschen: „Alllllso diese Wege hier sind aber auch besonders schön angelegt“ ; ))))))
Wie, was ???? Ja, stimmt (siehe Foto). Auf einer Holzbank lassen wir uns nieder, jeder kriegt eine eigene, es sind genug da. Da kann man sich wunderbar drauflegen und die Wolken ziehen sehen. Um die Nase düsen ein paar Hummeln, eine Ameise pinkelt mir an den Arm, die Nuss.
Das Wasser gleicht einem Gemälde von Monet. Nur die Ente tuckert auf dem Wasser entlang und zieht ihre Bahn. Die Zeit... wer war das gleich wieder?
 
Ein Waldweg führt den Berg rauf, ich bin neugierig wo er hinführt. Vielversprechend sieht er aus, vielleicht kann man weiter oben über die kleine Stadt schauen, das wäre schön. Also, hoch. Und tatsächlich der Aufstieg wird mit einem herrlichen Weitblick belohnt.
 
 
 
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Wieder unten suchen wir uns einen schönen Tisch, packen unsere Bentoboxen aus (Selbstversorgung geht nicht überall, aber in jedem Münchner Biergarten) und haben einen gelungenen Snack.
 
Besonders exotisch wird es, wenn ein paar Bento-Utensilien in der Box verteilt werden.
 

Bayerische Bentobox

Pro Person eine Breze in kleine Ringe schneiden, die Hälfte mit Schinken belegen
Käsewürfel
Cherrytomaten
1 Ei (hartgekocht, passt aber nur zerteilt rein)
 
 
 
Bayerischer Tsatsiki (Rezept von Thermomix für vier Personen)
 
200 g Frischkäse
1 TL Schmand
50 g Radieschen
1/4 TL Salz
¼ TL Pfeffer (weiß, gemahlen)
1 Kästchen Kresse
 
Radieschen reiben, Kresse abschneiden und dazugeben, vermengen. Restliche Zutaten dazugeben, gut mischen.
 
Für den süßen Teil Kekse in kleine Ecken schneiden, mit Apfelschnitzen (mit Zitronensaft beträufelt) und anderen Früchten/Süßigkeiten in die Box geben.  
 
Holdrio, der Berg ruft. Das Echo schallt.
Herzliche Grüße
Olivia
 
 
 
 
 
 
 
 

Alter Schwede /

 

Ich mochte viele der Figuren von Astrid Lindgren. Besonders Pippi Langstrumpf und Michel und Madita. Pippi ist toll, weil sie schon als Kind alleine mit ihren Tieren in der verrückten Villa Kunterbunt lebt, so stark ist, dass sie sogar ihr Pferd hochheben kann und vor nichts Angst hat. Sie lacht sehr viel, macht ebenso viel Blödsinn und macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt (siehe Text unten).

Geselligkeit mit Kinder und Jugendlichen ist super. Bei Hochzeiten und anderen Festivitäten macht es mir Spaß am Kindertisch zu sitzen. Dort ist es lustig und locker, man muss keinen Smalltalk halten und kann spielen und kritzeln.

Wenn ich (als bereits Erwachsene) mit meiner sehr kinderreichen Verwandtschaft mal verreist bin, z.B. in die Bretagne, hab ich an regnerischen Tagen gerne Kinderparties gefeiert. Dazu ist kein Geburtstag oder spezieller Anlass nötig. Die Kinder waren aber meist schon etwas größer, also zwischen 7 und 14 Jahre alt. Wir haben uns ein Thema ausgesucht und dann haben sie losgelegt, alles alleine mit großem Eifer organisiert. Musik ausgesucht, gebacken und Sandwiches geschustert, kleine Gastgeschenke für die „Gäste“, bestehend aus uns und den restlichen Erwachsenen, gebastelt. Am Tag der Festivität  haben wir uns entweder verkleidet oder schick gemacht, je nach Thema. Das Netteste an diesen Partys ist, dass sie spontan sind und kaum Planung brauchen.

Fällt euch spontan nichts ein, einfach mein „easy-peasy-Rezept“ (siehe unten) hernehmen.

Wenn ich in den folgenden Jahren zu Besuch war, kam häufig die Frage: „Livi, feiern wir zusammen eine Kinderpartiiiiiiiie?“

Für eine Instant-Hauspartie braucht ihr:

-Kinder, die feiern wollen
-Keinen besonderen Anlass
-Ein Motto oder kein Motto
-Irgendwas aus dem Kühlschrank
-Gläser
-Röhrchen
-Musik
-Gäste oder keine Gäste
-Papier
-Süßigkeiten und Knabberzeug

Alles zusammen muss gar nicht durchgestylt sein, schon gar nicht in Richtung Sweet-Table gehen, das ist zu aufwändig.

Um Astrid Lindgren wieder ins Spiel zu bringen, habe ich als ganz einfach zu backendes Rezept eine Abwandlung der schwedischen Zimtschnecke zu bieten. Dazu ein Bananen-Split-Milchshake.

 

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Zimtstangen

Fertiger Blätterteig aus dem Kühlregal
30 g Butter
3-4 EL Zucker
1 EL Zimt

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Butter in einem Topf schmelzen. Zimt und Zucker in einer Schüssel vermischen. Den fertig ausgerollten Blätterteig in gleichmäßig breite Streifen schneiden. Mit der geschmolzenen Butter bestreichen und der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen. Wie Käsestangen zwirbeln und circa 10 Minuten im Ofen backen. Relativ am Anfang des Backens verbiegen sich die Stangen, können aber gerade gerückt werden.

 

Bananensplit-Shake

(für sechs Gläser)
3 Bananen kleingeschnitten
(wenn sie sehr reif sind keinen Vanillezucker dazugeben)
etwas Vanillezucker
circa 600 ml Milch, alles zusammen mit  einem Zauberstab/Mixer verquirlen
Zum Schluss ein paar Spritzer Zitronensaft dazugeben.

Als erstes in die kleinen Milchflaschen oder Gläser geben:

600 ml Milch
1 TL Kakaopulver
1 TL Vanillezucker
2 EL Kabapulver (je nach Geschmack)

Alles zusammen mixen und dann auf den Bananen-Shake gießen. Das sieht etwas marmoriert aus. 

Die ganz Kühnen unter euch machen noch Sahne on top. Ich habe drauf verzichtet.

 

 

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Und, wenn ihr mal mit Kindern nach Stockholm fahrt, das Astrid Lindgren Museum Junibacken hier ist wirklich schön. 

Wer, wie ich, den Text vom Anfangslied von Pippi vergessen hat,  schaut mal hier, der ist nett:

 

2 x 3 macht 4 -

widdewiddewitt und 3 macht 9e !

Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ...

Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa

Hey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt.

 

...

 

Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa

Hey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt.

 

 

Ich hab' ein Haus, ein kunterbuntes Haus

ein Äffchen und ein Pferd, die schauen dort zum Fenster raus.

Ich hab' ein Haus, ein Äffchen und ein Pferd,

und Jeder, der uns mag, kriegt unser 1x1 gelehrt.

 

 

Ich wünsche euch eine klasse Woche mit vielen schönen, spontanen Ereignissen.

Herzliche Grüße
Olivia

Deko und so /

 

Irgendwie hat es sich nicht ergeben den Eingangsbereich neu zu arrangieren. Dort stand bis vorhin noch der Kürbis vom Oktober, uuups. Das Dekorieren liegt mir nicht so. Da ich aber weiß, dass viele von euch das mögen, musste eine Idee für den Frühling her. Großraum Ostern oder so was. Bei meiner Gastfamilie in LA habe ich zum ersten Mal gesehen wie russische Ostereier gemacht werden. Vor Ort habe ich auch das passende Handwerkset gekauft. Diese Art Ostereier zu „bemalen" macht wirklich Spaß. Es wird von hell nach dunkel gefärbt und dazwischen mit Wachs und einem sehr dünnen „Eisen-Dingsda“ aufwendige Ornamente aufgebracht. Am Schluss sehen die Eier von dem vielen rußigen Wachs meist schwarz aus, und dann kommt der schönste Moment bei dem Verfahren: Über einer Kerze wird das Wachs geschmolzen und mit einem Tuch entfernt und das Bild wird freigelegt.

Ich wollte aber gerne etwas frischere Motive und habe auch nur eine Farbe verwendet. Diese verzierten Eier baue ich in die Deko von heute ein.

Für das heutige DIY Objekt werden wir einen Teil der Luftballons, die Joanna mir zum Geburtstag geschenkt hat, verwenden. Wie sie da so hübsch in meinem Wohnzimmer rumflogen, dachte ich, dass sie wie riesige Ostereier aussehen. Und genau das sind sie dann auch geworden.

 

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Jumbo Ostereier

Ihr braucht also:

Luftballons (am besten in Weiß)

Tapetenkleister (habe ich selbst gemacht, weil ich keinen da hatte)

Seidenpapier

Füllmaterial (Zeitungspapier)

Schere

Osterglocken oder schöne Kräuter

Schokoladeneier

Ostereier oder hartgekochte Eier

 

Mehlkleister und Anleitung 

Den Kleister habe ich im wie folgt angemischt.

Mehlkleister ist hervorragend als Tapetenkleister geeignet. Dazu werden ein halber Liter Wasser und 150 Gramm Mehl miteinander verrührt.

Die Mischung wird kurz bis zur Entstehung einer kleisterähnlichen Masse aufgekocht. Nachdem die Masse abgekühlt ist kann sie verwendet werden.

Das Seidenpapier in verschieden große Stücke reißen. Den Ballon mit Kleister einschmieren und die Papierstreifen aufbringen. Einige Lagen übereinander kleben. Den Luftballon einen Tag oder über Nacht trocknen lassen.

Mit einer Schere oben am „Ei“ ein Loch schneiden. Mit Papier füllen und entweder einen Topf mit Blümchen reingeben oder Papiergras auf die Füllung legen und mit Schokoeierchen und bemalten Eiern oder einem Schild dekorieren.

Ich komme aber einfach nicht darüber hinweg, dass Dekorieren als Begriff mir nicht liegt. Und eben auch die Tätigkeit. Ich hoffe man sieht es nicht. Ihr seid da bestimmt firmer als ich ; ) Osterdeko kann auch ganz schnell ins gaaaaanz Kitschige gehen. Ist Geschmacksache, ich weiß. Vielleicht habe ich normalerweise aus dem Grund keine Stehrümmchen außer Lichter, Schnittblumen und atmende Kissen auf dem Sofa. Dummerweise haben die atmenden Kissen Plüschtiere, die sie durchschütteln, durchkauen und zum Einschlafen hernehmen (JAHAAA, Murmel schläft immer abends ein, wenn sie einen riesigen Teddy im Maul hat. Dann paddelt sie wie ein Babykätzchen mit den Pfoten und dämmert weg. Ich schwöre, ich hab ihr das nicht beigebracht).

 

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Es ist einfach immer schön, wenn man an etwas gewerkelt hat und es einem nachher selbst gut gefällt.

Habt eine schnurrig warme und sonnige Woche.

Herzliche Grüße
Olivia