Private SPA /

 
 
Fast jeder, der einen Garten um seine Wohnstätte hat, muss im Frühjahr sowas wie einen Frühjahrsputz machen. Möbel schrubben, eventuell abschleifen und ölen. Spinnweben entfernen, altes Laub wegfegen,  abgestorbene Äste/Kräuter beseitigen und Sonnenliegen- Schirm aufstellen. Leer gewordene Beete neu bepflanzen, Gartengeräte spätestens jetzt auf Vordermann bringen.
 
Das Gleiche wird im Ayurveda mit dem Körper gemacht. Eine medizinische Reinigungskur mit allem Schnipp und Schnapp. Nur auf das Schnapp, sowas wie eine Motorwäsche, hat nicht jeder Lust. Wer möchte schon freiwillig einen Einlauf bekommen.  Aber eine Wellness-Körper-Verwöhnreinigung, das klingt schon besser. Ich habe eine Mischung aus verschiedenen Wellness- und Pflegeanwendungen kombiniert. Die meisten kennt ihr.
 
Unser Körper dient uns ein Leben lang. Jeder hat seine tägliche Pflegeroutine, der eine mehr der andere weniger. Zuviel an sich rumzudoktern kann anstrengend sein. Wer wie ich früher viel krank war und sehr viel in Arztpraxen war, hat wenig Lust sich über die Maßen lang mit seinem Köper zu beschäftigen. Ich bin der Meinung, es ist das Schönste, wenn er einfach gut funktioniert. Aber ab und an etwas mehr Augenmerk auf ihn zu legen, für ein- zwei Stunden, kann etwas sehr Schönes sein.
 
Ich habe eine Liste an Dingen aufgestellt, die man zwar alle machen kann, sich aber nur einzelne Punkte rauszugepicken, ist auch schon schön. Wenn man sich Zeit nimmt, nicht stören lässt. Mal an einem Sonntag, kein Zeitdruck, niemand der etwas von einem will.  Besonderes Augenmerk habe ich auf die Füße gelegt. Ich mag meine Füße, sie sind schön und fleißig und tragen den Rest. Wenn ich dran denke mache ich vor dem Schlafengehen eine kurze Fußmassage. Herrlich.
 
Am besten ihr sucht euch alle Zutaten vorher zusammen. Für die einfache selbstgemachte Fruchtmaske müsst ihr wahrscheinlich einkaufen gehen.
 
Yippie Universe arbeitet nach wie vor ohne Sponsoring. Ich zeige aber dennoch Marken und schreibe eventuell was dazu. 
 
 
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Sanfte Ölmassage

Im Ayurveda wird die sanfte Massageart „Snehana“ genannt und bedeutet so viel wie „liebevolle Berührung“. Da ich euch das hier aber nicht so beibringen kann, eine stark vereinfachte Version.
Nehmt ein gutes natürliches Öl (Ich habe mal ein ganz Gewöhnliches aus dem Drogeriemarkt probiert, bestimmt Motoröl. Fazit: Es duftet zu stark, sonst ok). Dazu alte Handtücher.
Nehmt einen ordentlichen Schuss Öl in die Hände und verreibt es damit. Ihr solltet bei der Massage nie irgendwo hängenbleiben. Sie ist SEHR ölreich. Die Muskelpartien, beispielsweise zwischen Knie und Fußgelenk werden mit sanftem Druck gestrichen, die Gelenke umkreist. So behandelt man alle Teile des Körpers an die man kommt. Vorsicht beim Bauch: Er ist der empfindlichste Bereich. Ich empfinde das als die persönlichste Stelle bei einer Wellnessanwendung. Der Bauchnabel wird hierbei im Uhrzeigersinn ohne Druck umkreist.
Hände auch sanft ausstreichen und Finger leicht ziehen. Ich lasse den Kopf immer aus. Eine Ruhepause mit dem Öl auf der Haut ist schön.
 

Fruchtmaske

Da meine Gesichtshaut derzeit auf tiefste Pubertät gepolt ist, nehme ich keine fertigen Masken (außer die von Hauschka) Diese Maske besteht rein aus frischen Früchten. Sie versorgt die Haut mit extra Feuchtigkeit und die leichten Fruchtsäuren beseitigen die abgestorbenen Hautzellen. Die Maske würde ich unbedingt in der Badewanne auftragen. Es ist eine kleine Sauerei.
 
Dazu einfach ein Stück Wassermelone und Trauben (ohne Haut) in kleine Stücke schneiden, zerdrücken. Abtropfen lassen und den Fruchtbrei auf das Gesicht auftragen, die Augen mit Wattepads schützen (das schult parallel den Tastsinn ; )). Wem das zu breiig ist, der kann auch mit dem Fruchtsaft getränkte Wattepads auf das Gesicht legen.
 
Am Schluss gründlich abwaschen.
 

Badewannenzeit

Sucht euch eine schöne Badeessenz aus, oder wenn ihr kein Öl aufgetragen habt, nehmt ein Bad in „Original Totes Meer Badesalz“. Nach dem Bad noch mal gut abduschen, alles Öl sollte abgehen. Nach dem Salzbad zu 4. Wer mit Öl auf der Haut das Bad genommen hat, springt zu Punkt 5.
 

Eincremen

Mit der Lieblingscreme eincremen.
 

Füße schmeicheln

Nach dem Baden könnt ihr mit einem Bimsstein die trockenen, rauen Fußstellen abreiben. Nägel kürzen, Nagelhaut behandeln. Füße eventuell lackieren. Nach dem Trocknen mit einer Fußcreme mit hohem Ureaanteil durchmassieren.
 

Körperpeeling

Das Körperpeeling mit Betonung auf die Hautstellen an Ellenbogen und Knie würde ich gesondert einfach beim Duschen machen. Einmal die Woche finde ich fast zu viel. Peelen würde ich eher nach Bedarf.
 

Hände

Anziehen und am Schluss die Hände, ähnlich der Füße behandeln. Nägel kurz feilen, Nagelhaut behandeln, Unterlack auftragen, trocknen lassen. Nagellack auftragen. Zum Trocknen sich selbst in die Sonne legen oder auf ein Bett drapieren. Hände mit einer Pflegecreme massieren.
 
 
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Cleopatra, war nüschte dagegen. ; ))))))
 
Extra für die Öhrchen das hier und hier.
 
 
Herzliche Grüße
Olivia
 
 

Küchenschlacht mit Ayurveda /

 

Ayurvedisch zu Mittag zu kochen ist eine für den Laien aufwändige Sache. Und ich BIN Laie. Man benötigt eine Meeenge Zutaten, die man häufig nicht im Haus hat, und es dauert lange, die Mahlzeit vorzubereiten. Die Küche gleicht danach außerdem einem umgepflügten Rübenacker. Es gibt noch ein paar weitere Punkte, die man als Gegenargument anfügen könnte, aaaaber es lohnt sich!

Dieses Mittagessen habe ich für meinen „best buddy“ Martin (der Geburtstag hatte) und seine wunderbare Schwester gekocht. Es hat, das sage ich nicht, um mich einfach mal so zu loben, wirklich lecker geschmeckt. Am ayurvedischen Essen schätze ich sehr, dass es auf die köstlichste Weise satt macht und man danach nicht den Hauch eines Völlegefühls hat. Also wirklich satt, aber leicht wie eine Feder.

Viele Schälchen und Schüsseln werden benötigt. Am besten deckt man liebevoll den Tisch, schmückt mit Kerzen und Blumen.

 

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Rote Beete Salat

 

1 große Rote-Beete-Knolle

2 Karotten

6 EL Olivenöl

Saft von einer Zitrone

1/2 Bund frischer Dill

Pfeffer und Salz

Rote Beete und Karotten schälen, fein reiben oder hacken. Aus Olivenöl, Zitronensaft, Honig, gehacktem Dill, Pfeffer und Salz eine Marinade machen und unter die geriebene Rohkost mischen. Mindestens 30 Minuten durchziehen lassen.

 

Fenchel in milder Sauce

 

4 Fenchelknollen

1 kleine Zwiebel

2 TL Kurkuma

1 TL Kuminsamen

½ TL Thymian

1 MS Muskatnuss

Pfeffer, Salz

2 EL Joghurt

4 Fenchelknollen waschen und in Ringe schneiden. Zu den angebräunten Zwiebeln geben, unter Rühren andünsten, mit etwas Salz und Thymian würzen. Wasser nach Augenmaß dazugeben und 15 Minuten köcheln lassen. Mit Pfeffer, etwas Muskatnuss und 2 EL Joghurt abschmecken.

 

Fruchtiges Linsengemüse

 

100g rote Linsen

1 Papaya

174l Gemüsebrühe

1 rote Zwiebel

1 EL Ghee

1 Orange

½ Bund Schnittlauch

Steinsalz (oder einfach Salz)

Die Zwiebel in Ringe schneiden und im Ghee anbraten. Mit der Brühe ablöschen und die Linsen mit einer Prise Salz hinzugeben. Die Linsen sind nach ca. 15 Minuten weich. Falls die Brühe zu schnell verdampft, gießt etwas Wasser hinzu.

Parallel Papaya würfeln und schneiden, Schnittlauch fein wiegen und die Orange auspressen.

Sind die Linsen weich, vorsichtig die Papaya unterheben, sie sollen sich nicht auflösen. Mit Orangensaft würzen und die Schnittlauchröllchen drüberstreuen.

 

Pflaumen-Chutney

 

500g vollreife Pflaumen oder Zwetschgen

1TL Kreuzkümmel, gemahlen

1TL Kurkuma

½ TL Zimt

1EL geriebener Ingwer

1TL Senfsamen

6 getrocknete Datteln

2 EL Apfelessig

4 EL brauner Zucker

1/4 TL Kardamom

1 TL Salz

1 Rote Chilischote (ohne Kerne) gehackt

Die Pflaumen entsteinen und in kleine Stücke schneiden.

Die Datteln in kleine Stücke hacken und mit den Gewürzen und den Pflaumen vermischen. Diese Masse kann mehrere Stunden stehenbleiben, durchziehen und Flüssigkeit bilden.

Die Masse anschließend 30 Minuten auf kleiner Flamme kochen, dann heiß in Gläser füllen. So hält sich das Chutney mehrere Tage. Vor dem Servieren noch frisch gehacktes Korianderkraut in das Pflaumen-Chutney geben.

 

Raita

 

250 g Joghurt

¼ Gemüsegurke

1 TL Kumin, gemahlen

½ TL Kurkuma

¼ TL Salz

frisches Koriandergrün

Die Gurke schälen und reiben, mit dem Joghurt mischen. Die oben genannten Gewürze unterrühren und ca. 15 Minuten durchziehen lassen. Das Koriandergrün kleinschneiden und drüberstreuen.

Und als Nachtisch:

 

Mandarinen-Gelee

 

Dieser Nachtisch ist sehr leicht zuzubereiten und schmeckt herrlich frisch.

4 Mandarinen

3 EL Fruchtzucker

1 Kiwi

Agar-Agar

Mandarinen auspressen und durch ein Sieb passieren. Kiwi schälen, dann würfeln.

Den Mandarinensaft und die Kiwistückchen aufkochen, Agar-Agar nach Anweisung verarbeiten (ordentlich davon nehmen, Masse ist sonst zu flüssig) und zwei Minuten weiterkochen lassen.

Die Masse zwei Zentimeter hoch in eine flache Form gießen. Ist das Gelee steif, könnt ihr zwei mal zwei Zentimeter große Würfel ausschneiden. Mit Puderzucker bestreuen und servieren.

 

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Eine kleine Anekdote aus meiner kurzen Zeit als Ayurveda-Masseurin habe ich noch. Bitte koppelt sie innerlich von der Zubereitung von Speisen ab : ))))))))

Eines Tages kam ein freundlicher älterer Herr zu mir um eine Abhyanga-Ganzkörpermassage zu bekommen.

Alle primären Geschlechtsteile werden bei dieser Massageart nicht etwa einfach unbedeckt gelassen, nein, nein, sondern mit einem Froteetuch oder einem Einmal-Slip verhüllt.

Ich hatte im Umkleideraum alles hergerichtet, u.a. auch den Einmal-Slip.  Doch der Herr kam und kam nicht mehr aus dem Raum. Ich hatte schon überlegt, ob er eventuell Schwierigkeiten mit dem Kreislauf hat oder doch lieber von einem zwei Meter großen, stark behaarten Physiotherapeuten massiert werden will.

Nach einer Weile streckte er seinen Kopf aus der Tür und trat dann etwas verlegen in den Raum:

„Diese Unterhose hat die falsche Größe“, meinte er. „Ich habe hin und her probiert, sie passt mir nicht.“ Da erkannte ich das Dilemma.

„Nun", sagte ich. „Das ist eine Einheitsgröße und das ist ein Tanga. Den trägt man, anders als bei der normalen Unterhose, mit der schmalen Seite nach hinten.“ Das leuchtete ihm absolut ein, er verschwand wieder und kam beruhigt nach kürzester Zeit wieder raus.

Dieses moderne Zeugs. Tsssss.

Habt eine wundervolle Woche. 

Herzliche Grüße
Olivia

Ps: Mit der Schärfe meiner Bilder stimmt was nicht, bitte nicht die Brille neu einstellen lassen, an der liegt es nicht. Nnnchhrrrr... 

 

 

 

 

Niesel-Fiesel und warmer Brei /

Ayurvedisches Frühstück

 

 

Wenn man in Birstein (siehe letzter Post) ist, wird rund um die Uhr vor allem der Geruchssinn angesprochen. Dieser ist bei mir familiär bedingt sehr ausgeprägt. Das kann schön, aber auch etwas lästig sein, da ich ihn nicht so einfach an- und ausschalten kann. Wenn man dort also morgens aufwacht, riecht es bereits köstlich nach Bratapfel, Gewürzen und Tees. Im Ayurveda werden die drei Hauptmahlzeiten eigentlich immer warm gegessen; so auch das Frühstück. Es besteht aus verschiedenen Breien, Waffeln, heißen Getränken, Kompotten, frischen Marmeladensorten und etwas Brot.

Dr. Gupta (ebenfalls siehe letzter Post) hat seinem Dosha entsprechend morgens immer nur eine Safranmilch zu sich genommen. Das ist ja mal gar nichts für mich. Und nachdem ich mich bei jedem Aufenthalt mit Genuss zwei Tage durch die ayurvedische Küche geschlemmt hatte, überkam mich bereits am dritten Tag, das dringende Bedürfnis nach einem großen Teller Penne Arrabiata, einem Happy Meal oder einem Filetsteak mit Sauce Béarnaise. Ein paar Meter weiter war ein hessischer Gasthof, in dem es immer nach Pommesfett roch. Dort schlichen wir uns gerne zum Ausgleich für zu viel gesunde Ernährung auf eine Portion „Pommes Schranke“ und ein Bier/Glas Wein hin. Es konnte geschehen, dass man dann Dr. Gupta breit grinsend mit einem Teller voller fettiger Köstlichkeiten traf. Besonders gerne mochte er Kinderschokolade - das zumindest, hatte der Wirt uns mit großen Augen verraten.

Aber an sich ist die ayurvedische Art zu Frühstücken sehr schmackhaft. Ich mag das besonders, wenn es draußen kalt und regnerisch ist.

Und heute ist so ein Tag. Bereits beim Aufstehen prasselt der Regen gegen die Scheiben. Eigentlich sehr gemütlich... außer man hat zwei Mopshunde. Diese besitzen eine Vierpfotenbremse ab Werk. Ein Hund muss morgens aber raus. Egal was das Wetter sagt. Und wenn es dann drinnen noch nach süßem Brei riecht und warm ist, muss man dem Tier das Geschirrchen fast bis über die Ohren ziehen, um nach draußen zu gelangen.

Hier kommen drei Rezepte die bei Niesel-Fiesel-kaltem Regen eine Wohltat sind:

Chai, indischer Yogi-Tee

(leicht abgewandelt nach K. Rosenberg)
Wird eher nachmittags getrunken
 
1 l Wasser
2 EL Rohrzucker
3 EL Yogi-Tee, klassisch
1 Zimtstange
10 Kardamomkapseln (ich habe Pulver verwendet)
200 ml Milch
2 TL schwarzer Tee

Die Milch mit dem Yogi-Tee, den Gewürzen und dem Rohrzucker in einem Topf zum Kochen bringen und 10 Minuten leicht köcheln lassen.

Den schwarzen Tee hinzufügen und mit einem Liter heißem Wasser aufgießen.

Je nach Geschmack 3-5 Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

 

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Hirseflocken-Pancakes

(Rezept für eine Person)
 
1 Banane
3 EL Hirseflocken
1 Ei
Heidelbeeren
Ahornsirup
 
Die Banane mit einer Gabel fein zerdrücken. Das Ei und die Hirseflocken dazugeben und alles gut verquirlen.
Etwas Ghee in eine heiße Pfanne geben (ebenso siehe letzter Post)
Eine handtellergroße Menge von der Masse, wie bei normalen Pancakes, ausbacken. Bei mir ergab die Menge vier Stück. Mit frischen Heidelbeeren und nach Belieben mit Ahornsirup servieren.
 
 
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Grießbrei

(kann aber auch jeder andere Brei sein)

½ l Milch
1 Teelöffel Rohrzucker
4 EL Dinkelgrieß
 
Die Miilch in einem Topf erhitzen. Den Zucker und den Dinkelgrieß unter Rühren mit dem Schneebesen zugeben (sonst brennt es an).
Wenn die Milch kocht, den Topf von der Platte ziehen, sonst läuft es schnell über.
Temperatur auf milde Hitze stellen und die Milch 5 Minuten leicht köcheln lassen.
Im Laufe dieser 5 Minuten wird aus der Milch Grießbrei. Er sollte noch so flüssig sein, dass er selbst aus dem Topf in einen Teller fließt - gegebenenfalls noch Milch oder Grieß nachschütten (je nach Konsistenz).

Ich habe dieses Mal das Ganze wieder mit Hirseflöckchen gemacht und ohne Mengenangaben gekocht.

Dazu gibt es:

Superschnelle Brat-Apfelschnitze

(für eine Person)
 
1 Apfel
Ghee
Ein wenig Rohrzucker
Zimt
Kardamompulver
Rosinen
 
Die Äpfel ungeschält in feine Schnitze schneiden. Etwas Ghee in eine Pfanne geben und die Apfelschnitze etwas später dazugeben. Den Zucker, Zimt, Kardamom und nach Lust und Laune Rosinen hinzufügen und bis zur gewünschten Bissfestigkeit schmoren sowie den Zucker karamellisieren lassen.

Das duftet soooo gut.

 

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Ich wünsche Euch eine wunderschöne Herbstwoche und melde mich nächste Woche mit einem schmackhaften ayurvedischen Mittagessen zurück.

 

Herzliche Grüße
Olivia

 

Ä littäl bit of AYURVEDA /

 

 

Nach dem Abschluss meines Studiums war mir klar, dass ich nicht den ganzen Tag vor dem Rechner sitzen mag und habe deshalb relativ schnell ein weiteres Studium begonnen und nach einem Semester abgebrochen. Da es für den heutigen Post unwichtig ist, schreibe ich darüber nichts weiter.

Lernen fand und finde ich einfach herrlich und so kam ich darauf, eine berufsbegleitende Ausbildung zur ayurvedischen Massage-Therapeutin zu machen. Die europäische Akademie hier für Ayurveda bei Frankfurt schien die Richtige zu sein.

Die Massageart ist die schönste, die ich kenne. Sehr viel warmes Öl und sanfte, fließende Bewegungen machen sie zu einem Genuss. Die absolute Krönung ist eine Synchron-Abhyanga. Zwei Masseure führen auf jeweils einer Körperseite parallel alle Bewegungen aus. Wie beim Stirnguss ist es für das Gehirn praktisch nicht möglich weiter zu arbeiten, es fällt, salopp formuliert, in den „Standby-Modus“ und entspannt sich.

 

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Da die ayurvedische Medizin mit all ihren Zweigen über 10000 Jahre alt ist und ein ganzheitliches System darstellt, könnte man unfassbar viel darüber schreiben. Ich möchte auf Yippie eine kleine Reihe starten, mit Rezepten und Tipps die mir nützlich scheinen.

Außer der Tatsache, dass ich ab und zu indisch und ayurvedisch angehaucht koche, ist von der Ausbildung aber wenig in meinem Alltag übrig geblieben. 

Ayurveda ist weder eine Wellnesserscheinung noch eine im Kern New Age-esoterische Veranstaltung. Ein paar Hardcore-Alternative gibt es aber natürlich auch da. Unser Dozent für die Theorie, Prof. Dr. S.N. Gupta aus Indien, ist ein wunderbarer Arzt und Pädagoge. Seine ruhige und humorvolle Art und sein Wissen haben mich damals beeindruckt. Er hat auf Indisch-Englisch gelehrt, dazu waren die Fachbegriffe alle auf Sanskrit, meine grauen Zellen mussten echt schwitzen.

Zumindest das Indisch-Englisch ist hängengeblieben ; )

Im Ayurveda gibt es zur Gesunderhaltung eine Morgenroutine, die sich wie folgt zusammensetzt:

  1. 1. Direkt nach dem Aufstehen (sehr früh) eine Tasse heißen Wassers. 
  2. 2. Ganzköper-Ölmassage mit warmem Sesamöl
  3. 3. Zungenreinigung und Ölziehen, danach Zähneputzen
  4. 4. Ca. eine Stunde Meditation oder Yoga oder beides (immer noch mit Öl auf der Haut)
  5. 5. Duschen
  6. 6. Frühstücken
  7. 7. Ingwerwasser über den Morgen /Tag verteilt trinken

 

Da ich, wie gesagt, nicht nach der ayurvedischen Lehre lebe, schreibe ich nur auf, woran ich noch immer Spaß habe. Heute sind das drei kleine Rezepte, die ihr wahrscheinlich kennt, aber vielleicht noch nicht so.

Ghee wird mit Süßrahmbutter hergestellt und köchelt etwas länger als Butterschmalz. Es ist lange haltbar und sollte in einem lichtdichten Gefäß aufbewahrt und nicht gekühlt werden. Aus ayurvedischer Sicht ist es das bestverträgliche Fett. Für medizinische Zwecke wird das Ghee mit Kräutern versehen und als Heilmittel eingesetzt. Ich verwende es zum Braten und z. B. für Ofengemüse.

 

Ghee

 

500 g Süßrahmbutter
Metallsieb
Küchenrolle oder Mulltuch aus der Apotheke

Auf kleinster Flamme die Butter schmelzen und ca. 45 Minuten köcheln lassen. Am besten in der Küche bleiben. Den aufsteigenden Schaum abschöpfen. Dann vorsichtig! (sehr heiß) durch das mit Küchenpapier ausgelegte Sieb in ein lichtgeschütztes Gefäß geben. Abkühlen lassen.

 

 

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Ingwerwasser

 

Zwei Zentimeter dickes Stück Ingwer
½ L Wasser

Ingwer in Scheiben schneiden. Wasser und Ingwer zusammen aufkochen und 20 Minuten ziehen lassen. Ingwer danach entnehmen. In eine Thermoskanne füllen. HIlft jetzt im Herbst gut Erkältungskrankheiten vorzubeugen.

 

 

 

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Ayurvedischer Kaffee

 

Dieser würzige Kaffee wird meist nach dem Mittagessen genossen.

Dazu brühe ich einen starken Kaffee in meiner Bodum-Kanne. Zu dem Kaffeepulver gebe ich:
1 TL Kardamompulver
1 TL Zimt

Mit heißem Wasser übergießen und  ca. fünf Minuten zeihen lassen. Mehrmals umrühren, dann erst runterdrücken. Natürlich kann man das Ganze auch mit einer Kaffeemaschine machen und gibt die Gewürze dann einfach zum Kaffee in den Filter. 

Mit Milch, Sahne, Zucker oder pur genießen.

 

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Ich wünsche euch eine entspannte Woche.

Herzliche Grüße
Olivia