Der geschrumpfte Adventskalender /

 

Liebe Pati, wenn Du das hier liest sofort RAUS hier. Dein Adventskalender zerstört sich sonst in zehn Sekunden von selbst. 

Schon als kleines Mädchen bekam ich in der Adventszeit immer einen Kalender von meiner Oma. Manchmal einen pädagogisch wertvollen Waldorf-Kalender, der aus Kistchen mit kleinen Figuren bestand. Drinnen waren Hirten, Schafe, die drei Könige und natürlich die Hauptdarsteller: der Engel, Maria, Joseph und das kleine Jesukindlein samt Krippe. Jetzt könnte man denken, dass ich diesen wiederverwendbaren Kalender irgendwann langweilig fand. Gar nicht, im Gegenteil, ich war jedes mal wieder darauf gespannt wie ein Flitzebogen das nächste Kistchen aufzumachen.  Jedes Jahr. Dieser Kalender war mein absoluter Lieblingskalender. Später waren es dann kleine Geschenke, die meist an einer Tannengirlande aufgehängt waren. Und auch ich habe meiner Oma einen Kalender gebastelt. Das Ganze haben wir sehr lange durchgehalten, also bis vor ein paar Jahren.

Inzwischen mache ich den Kalender aus Jux und Tollerei mit meiner Freundin. Diese hat vor drei Wochen einen zuckersüßen zweiten Bub, wie der Bayer sagt, bekommen. Während der kleine Maxi leihweise auf mir rumlag und schlief, die Mutter einen Cappuccino für mich herstellte, kam mir folgende Idee. Dieses Jahr möchte ich ihr einen Advents-Advents-Kalender zusammenstellen. Die letzten Jahre hatten wir uns aufgeteilt, einer die geraden Tage, einer die ungeraden. 24 Päckchen waren einfach zu viel. Frei nach dem Motto: „less is more“ gibt es dieses Mal von mir nur vier Paketchen. Eben einen echten ; ) Adventskalender.

Zum Inhalt: Es sollten auf keinen Fall Sachen sein, mit denen man nicht weiß wohin, außer in den Müll. Keine Stehrümmchen, kein Tinnef und auf keinen Fall nur Schokolade. Am besten etwas, das man gebrauchen oder verbrauchen kann. Haushaltswaren wären eine Möglichkeit gewesen, aber Toilettenpapier, Schwammtücher und Co. schienen dann doch nicht das Richtige zu sein. Und auch die Tatsache, dass Frau P.G. eine stillende Mutter ist, sollte nicht im Vordergrund stehen.

 

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Etwas schwieriger war die Frage der äußeren Gestalt. Wie sollte er aussehen. Ich weiß, dass die Wohnung der zu Beschenkenden klassisch in rot-weiß in die Weihnachtszeit geht. Die Farben sind also geklärt: Rot-weiß. Dann hatte ich einen Zweig im Kopf, leider eine genaue Vorstellung wie er aussehen sollte und hirschte deshalb mit den Hunden relativ lange vergebens durch den Wald. Es wurde ein Ast, der der Vorstellung am nächsten kam.

 

Anleitung:

 

Zweig (am besten schön geschwungen, nicht vermost, also genau das Gegenteil von meinem Fundstück).
Mit weißem Sprühlack versehen oder gleich Birke nehmen. Pompons basteln. Geschenke verpacken. Zahlen drucken, ausschneiden und auf die Geschenke kleben. Pompons und Päckchen am Ast befestigen. Mit einem vielsagenden Blick übergeben und hoffen, dass der Erstgeborene  der Freundin (Alter: zwei Jahre) nicht nach drei Minuten das Kunstwerk abgebaut bzw. alle Päckchen ausgepackt hat. Der Vorschlag von meiner Seite den Kalender an die Decke zu tackern, wurde leider abgelehnt.
 
 

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Der November hat mir heute keine guten Lichtverhältnisse geboten und Photoshop ist nicht mein bester Freund. So sind die Bilder eben naja... 

In der Schule haben wir früher immer gewichtelt. Klingt schräg, ist aber auch sehr nett. Im Losverfahren bekam man einen Klassenkameraden zugeteilt, den man dann nach Lust und Laune anonym beschenken konnte. Hatte auch was. Wenn man morgens an seinen Platz kam, lag dann ab und zu eine Überraschung da. Mit etwas Pech war die Mutter des Wichtels eine Hardcore-Alternative und hatte steinharte Vollkornplätzchen als angemessen erachtet. Oder ein Wollpüppchen. Besser war es aus meiner Schülerberufsgruppe etwas zu bekommen: den Poppern. Neonfilzstifte, WOW! Oder Ohrringe aus Gummi, Super-WOW. Aufkleber, die glitzerten, etc. So genug aus der Kindheit, der Rest des Kalenders muss zusammengezimmert werden.

 

Habt eine wunderschöne Woche.

Herzliche Grüße
Olivia

 

 

 

Küchenschlacht mit Ayurveda /

 

Ayurvedisch zu Mittag zu kochen ist eine für den Laien aufwändige Sache. Und ich BIN Laie. Man benötigt eine Meeenge Zutaten, die man häufig nicht im Haus hat, und es dauert lange, die Mahlzeit vorzubereiten. Die Küche gleicht danach außerdem einem umgepflügten Rübenacker. Es gibt noch ein paar weitere Punkte, die man als Gegenargument anfügen könnte, aaaaber es lohnt sich!

Dieses Mittagessen habe ich für meinen „best buddy“ Martin (der Geburtstag hatte) und seine wunderbare Schwester gekocht. Es hat, das sage ich nicht, um mich einfach mal so zu loben, wirklich lecker geschmeckt. Am ayurvedischen Essen schätze ich sehr, dass es auf die köstlichste Weise satt macht und man danach nicht den Hauch eines Völlegefühls hat. Also wirklich satt, aber leicht wie eine Feder.

Viele Schälchen und Schüsseln werden benötigt. Am besten deckt man liebevoll den Tisch, schmückt mit Kerzen und Blumen.

 

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Rote Beete Salat

 

1 große Rote-Beete-Knolle

2 Karotten

6 EL Olivenöl

Saft von einer Zitrone

1/2 Bund frischer Dill

Pfeffer und Salz

Rote Beete und Karotten schälen, fein reiben oder hacken. Aus Olivenöl, Zitronensaft, Honig, gehacktem Dill, Pfeffer und Salz eine Marinade machen und unter die geriebene Rohkost mischen. Mindestens 30 Minuten durchziehen lassen.

 

Fenchel in milder Sauce

 

4 Fenchelknollen

1 kleine Zwiebel

2 TL Kurkuma

1 TL Kuminsamen

½ TL Thymian

1 MS Muskatnuss

Pfeffer, Salz

2 EL Joghurt

4 Fenchelknollen waschen und in Ringe schneiden. Zu den angebräunten Zwiebeln geben, unter Rühren andünsten, mit etwas Salz und Thymian würzen. Wasser nach Augenmaß dazugeben und 15 Minuten köcheln lassen. Mit Pfeffer, etwas Muskatnuss und 2 EL Joghurt abschmecken.

 

Fruchtiges Linsengemüse

 

100g rote Linsen

1 Papaya

174l Gemüsebrühe

1 rote Zwiebel

1 EL Ghee

1 Orange

½ Bund Schnittlauch

Steinsalz (oder einfach Salz)

Die Zwiebel in Ringe schneiden und im Ghee anbraten. Mit der Brühe ablöschen und die Linsen mit einer Prise Salz hinzugeben. Die Linsen sind nach ca. 15 Minuten weich. Falls die Brühe zu schnell verdampft, gießt etwas Wasser hinzu.

Parallel Papaya würfeln und schneiden, Schnittlauch fein wiegen und die Orange auspressen.

Sind die Linsen weich, vorsichtig die Papaya unterheben, sie sollen sich nicht auflösen. Mit Orangensaft würzen und die Schnittlauchröllchen drüberstreuen.

 

Pflaumen-Chutney

 

500g vollreife Pflaumen oder Zwetschgen

1TL Kreuzkümmel, gemahlen

1TL Kurkuma

½ TL Zimt

1EL geriebener Ingwer

1TL Senfsamen

6 getrocknete Datteln

2 EL Apfelessig

4 EL brauner Zucker

1/4 TL Kardamom

1 TL Salz

1 Rote Chilischote (ohne Kerne) gehackt

Die Pflaumen entsteinen und in kleine Stücke schneiden.

Die Datteln in kleine Stücke hacken und mit den Gewürzen und den Pflaumen vermischen. Diese Masse kann mehrere Stunden stehenbleiben, durchziehen und Flüssigkeit bilden.

Die Masse anschließend 30 Minuten auf kleiner Flamme kochen, dann heiß in Gläser füllen. So hält sich das Chutney mehrere Tage. Vor dem Servieren noch frisch gehacktes Korianderkraut in das Pflaumen-Chutney geben.

 

Raita

 

250 g Joghurt

¼ Gemüsegurke

1 TL Kumin, gemahlen

½ TL Kurkuma

¼ TL Salz

frisches Koriandergrün

Die Gurke schälen und reiben, mit dem Joghurt mischen. Die oben genannten Gewürze unterrühren und ca. 15 Minuten durchziehen lassen. Das Koriandergrün kleinschneiden und drüberstreuen.

Und als Nachtisch:

 

Mandarinen-Gelee

 

Dieser Nachtisch ist sehr leicht zuzubereiten und schmeckt herrlich frisch.

4 Mandarinen

3 EL Fruchtzucker

1 Kiwi

Agar-Agar

Mandarinen auspressen und durch ein Sieb passieren. Kiwi schälen, dann würfeln.

Den Mandarinensaft und die Kiwistückchen aufkochen, Agar-Agar nach Anweisung verarbeiten (ordentlich davon nehmen, Masse ist sonst zu flüssig) und zwei Minuten weiterkochen lassen.

Die Masse zwei Zentimeter hoch in eine flache Form gießen. Ist das Gelee steif, könnt ihr zwei mal zwei Zentimeter große Würfel ausschneiden. Mit Puderzucker bestreuen und servieren.

 

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Eine kleine Anekdote aus meiner kurzen Zeit als Ayurveda-Masseurin habe ich noch. Bitte koppelt sie innerlich von der Zubereitung von Speisen ab : ))))))))

Eines Tages kam ein freundlicher älterer Herr zu mir um eine Abhyanga-Ganzkörpermassage zu bekommen.

Alle primären Geschlechtsteile werden bei dieser Massageart nicht etwa einfach unbedeckt gelassen, nein, nein, sondern mit einem Froteetuch oder einem Einmal-Slip verhüllt.

Ich hatte im Umkleideraum alles hergerichtet, u.a. auch den Einmal-Slip.  Doch der Herr kam und kam nicht mehr aus dem Raum. Ich hatte schon überlegt, ob er eventuell Schwierigkeiten mit dem Kreislauf hat oder doch lieber von einem zwei Meter großen, stark behaarten Physiotherapeuten massiert werden will.

Nach einer Weile streckte er seinen Kopf aus der Tür und trat dann etwas verlegen in den Raum:

„Diese Unterhose hat die falsche Größe“, meinte er. „Ich habe hin und her probiert, sie passt mir nicht.“ Da erkannte ich das Dilemma.

„Nun", sagte ich. „Das ist eine Einheitsgröße und das ist ein Tanga. Den trägt man, anders als bei der normalen Unterhose, mit der schmalen Seite nach hinten.“ Das leuchtete ihm absolut ein, er verschwand wieder und kam beruhigt nach kürzester Zeit wieder raus.

Dieses moderne Zeugs. Tsssss.

Habt eine wundervolle Woche. 

Herzliche Grüße
Olivia

Ps: Mit der Schärfe meiner Bilder stimmt was nicht, bitte nicht die Brille neu einstellen lassen, an der liegt es nicht. Nnnchhrrrr... 

 

 

 

 

Teatime /

 

 

Derzeit bin ich nicht zu Hause in München, sondern mal wieder am Alpenrand unterwegs. Meine Computermaus ruht sich daheim auf dem Schreibtisch aus, hier wird die Bildauswahl ohne dieselbige ein wahrer Spaß. Auch die heutige „Deko“ ist nicht bloggertypisch, sondern bedient sich dessen, was vor Ort zu finden war.

Worum geht es heute?

Um eine schöne Art Zeit miteinander zu verbringen: Die Teestunde. Kaffeekränzchen klingt mir zu „ömmelig“, auch wenn es bei meiner Teestunde immer sowohl Kaffee als auch Tee gibt.

Woher kommt det janze? Wer hat´s erfunden? Wahrscheinlich wie immer die Chinesen, aber die meine ich heute nicht. Weiter in der Raterunde: Wo regnet es viel und ist es eher kalt und grün? Kooorrekt bei den Briten, Bretonen, Iren, Schotten und in Norddeutschland. Dort kann man diese schöne Tradition am besten genießen. Wenn einem der Regen inklusive Wind waagerecht ins Gesicht peitscht, der Sand auf der Kopfhaut kribbelt, dann schnell in einem gemütlichen warmen Reethaus zu verschwinden und einen Tee mit Kandiszucker und eine Waffel zu genießen, ist wunderbar.

In England besitzt, völlig zu Recht, fast jeder Raum im Haus einen offenen Kamin. Wenn schon „Schietwetter“,wie der Brite dazu sagt, dann wenigsten warm und heimelig.

Letzte Woche gab es auf Yippie die selbstgebackenen Apfeltörtchen. Die passen wunderbar zur Teestunde.

Da ich persönlich nach dem Genuss von süßen Teilchen zum Ausgleich immer ein halbes Schwein verdrücken könnte, gibt es bei meinen „Teezeremonien“ immer auch etwas Herzhaftes.

Gestern habe ich dazu einen Herzensfreund eingeladen. Und dieses Mal wurden alle Dinge in einer ortsansässigen Konditorei bzw. Konfiserie eingekauft und bis auf die Getränke rein gar NICHTS selbst gemacht. War auch mal prima. Sehr entspannt. Eigentlich hatte ich es auf meine Lieblingsstückchen abgesehen: Petit Fours. superkleine, unfassbar süße bunte Biesterchen. Ich hatte es schon geahnt, es gibt sie hier nur freitags. Also keine Petit Fours -bitte stellt sie euch einfach zusätzlich vor. Wenn man Dinge für die Teestunde selbst zubereitet, gehören für mich noch Scones und frische Marmelade zum Angebot. Darüber hinaus darf auf dem Tisch Folgendes zu finden sein:

Waffeln, Kuchen, Torten, Sandwiches und Minibrötchen, PETIT FOURS und andere Süßigkeiten. Natürlich Tee (da mag ich am liebsten Earl Grey), einen frisch gebrühten Kaffee, Sahne, Milch, Wasser und eventuell Saft.

Das klingt recht maßlos, aber wenn mehrere Gäste da sind, kommt alles weg.

Die Teatime hier gestern war eine Sache von zwei Leuten, daher gab es nicht so ein reichhaltiges Buffet.

Am Ende sind wir nahtlos ins Abendessen übergegangen; die Zeit war irgendwie wie im Flug vergangen.

 

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Da ich gerade von den englischen Feuern geschwärmt habe: mein Gast hat mir erklärt, wie man richtig Feuer macht. Ich hätte da irgendwie unten Zeitung reingelegt und dann den obligatorischen Turm gebaut. Määääp, falsch!

Hier die Anleitung für Zündelanfänger:

Immer etwas Asche auf dem Boden des Kamins lassen. Dann einfach geknüllte (brennt besser) Seiten Zeitungspapier in einer Lage auslegen. Darüber im Gitter aufgelegte dünne Holzsplitter. Zum Schluss frei Schnauze ein paar Scheite von zwei Jahre (beste Heizleistung) altem durchgetrockneten Holz auflegen. Logischerweise unten, also an der Zeitungsschicht anzünden. 

Und zum Schluss noch ein ganz anderes Thema:

Meine wunderbare Freundin Joanna hat mir am Montag sehr schöne Komplimente auf Liebesbotschaft gemacht. Das schreit nach einer Retourkutsche. Da ich euch eine Aufnahmen in Ton und Bild von mir „Ein Freund, ein guuuuter Freund... la la la..“ singend ersparen möchte, habe ich eine andere Möglichkeit dafür gefunden.

Eigentlich ist der Liebesliedgenerator (von Bodo Wartke) nicht speziell für Freundschaften gedacht, aber das macht uns ja nichts. Es dient der Unterhaltung. Leider kann ich euch ihr Lied nicht direkt zeigen, es ist zu groß für eine Homepage : (

Wenn ihr es euch trotzdem anhören wollt: Für sie habe ich das Lied so angeordnet:

Mittelhochdeutsch,

Berlinerisch,

Schwäbisch (hust)

Shakespare Englisch

Polnisch

Holländisch

Deutschtürkisch

Platt

Bayerisch

Hier der Link für euch um jemanden ein paar selbst ausgesuchte Verse zu senden.

Habt eine schöne Woche.

Herzliche Grüße
Olivia

 

 

 

 

 

 

Ole Aloha /

 

 

Wir stellen fest, die Wibele von letzter Woche haben mich trotz des rohen Eis nicht umgebracht. Aber nachdem ich sie voller Euphorie gebacken habe, können wir nun sagen: sie kommen nicht an das Original ran und schmecken nur am ersten Tag. Danach sind sie sehr gut als kleine gemeine Wurfgeschosse gegen Freunde und Kollegen einsetzbar.

Jetzt aber mal ernst. Echt.

Alle möglichen Feste, die über das Jahr verteilt sind, kann man mühelos Monate im Voraus an den Waren im Supermarkt erkennen. Liebe Leser, der Countdown für Spekulatius läuft. Meist interessiert das bis kurz vor dem tatsächlichen Datum kaum einen. Es stört, mit Ausnahme der erwähnten Weihnachtssachen im September, niemanden, was da feilgeboten wird.

Ungefähr vor drei Wochen bog ich in einem Laden von der Gemüseabteilung um die Ecke und WUUUUUUUUMS! Alles Schwarz-Rot-Gold. Alles. Auch Lebensmittel bzw. Gegenstände, die keinerlei Assoziation zulassen würden. Grillsaucen (naja, ok), Deko, Kekse, Kleidung, lächerliche Hüte etc. Das Ganze hat sich bis zum echten Anpfiff der WM ins Unermessliche gesteigert. Inzwischen wird die Marmelade auf den Plunderteilchen beim Bäcker in Schwartz-Rot-Gold in breiten Streifen aufgetragen. Der größte deutsche Marzipanhersteller hat drei Sorten in diesen Farben aus der Mandel gestampft.

Ich bin irgendwie froh, dass die eingefärbten Gummibärchen, Kekse, Grillutensilien und alle anderen Dinge nicht noch die Nationalhymne pfeifen und alles in den Landesfarben blinkt. Es ist an dieser Stelle einfach nicht so wie mit einer wunderschönen Blumenwiese, Früchten, Landschaft, süßen Babys oder Welpen, an denen man sich nie sattsehen könnte. Hier geht das.

Da mir aber das Zusehen, bei diesem sportlichen Großereignis durchaus Spaß macht, kam mir eine Alternative für die Deko bereiten Frauen, Mädchen und damenhaften Herren (Conchita für Dich) unter uns – die Aloha Hawaii Kette und  Haarschmuck. In allen möglichen und unmöglichen Farben. Dazu einen kindertauglichen Caipirinha, einen Nachtisch mit Ananas und einen Musiktipp. Also eine Wundertüte für Null Euro. Ist das was?

 

Virgin Caipirinha

Man nehme pro Person:

1 Glas voll Crushed Ice

1 Limette

1 Esslöffel Rohrzucker

Maracujasaft

Wenn mögl. zusätzlich frische Maracuja

Wahlweise etwas Fanta Lemon

Crushed Ice in ein Glas füllen. Die Limette zerstampfen, Rohrzucker drüber. Alle restlichen Zutaten dazu und einmal umrühren. Mhhhhh... so lecker köstlich und erfrischend. Und entgegen mancher Vermutung absolut nicht freudlos, obwohl ohne Alkohol ; )

Schon das Schneiden der Zutaten für den Drink war pures Vergnügen. Ich muss gestehen, dass der Geruch von frischen Limetten mich fast um den Verstand bringt, so köstlich! Dazu aufgeschnittene Maracuja, ich war wie benebelt in der Küche. Die Brasilianer trinken den Caipi übrigens mit weißem Zucker und gerne aus Plastikbechern. Vor einigen Jahren war ich in Brasilien unterwegs und bekam dort um 10 Uhr morgens den Ersten serviert (Cachaca quasi pur) jodelohittti!  Natürlich kann man das alkoholfreie Rezept nach Belieben mit einem schönen Zuckerrohrschnaps ergänzen. Da empfehle ich Nega Fulo.

 

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Ananas Dessert

Man nehme:

1 frische Ananas

1 Becher Joghurt (mit viel Fett)

1 paar Stängel frische Minze

2 Esslöffel braunen Zucker

 

Den Zucker mit der klein gezupften Minze mit Hilfe eines Mörsers zu einem Zucker-Minze-Gemisch verarbeiten.

Ananas filetieren und in beliebige Form bringen. Auf einem Teller anrichten und den Joghurt darüber geben. Zum Schluss den Minz-Zucker auf dem Ganzen verstreuen.

Der Nachtisch ist ganz einfach zu machen und schmeckt unfassbar gut. Ich habe ihn vor ein paar Jahren mal bei Jamie Oliver gesehen.

Fertig. Genuss!

 

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Haarschmuck und Blumenkette 

Die Ketten für umme Kehle (auf Hawaii Lei genannt) die es gerade zu kaufen gibt, sind hier aus Plastik und in den einschlägig bekannten Farben erhältlich. Wir machen sie heute aus frischen Blumen und wählen die Farben frei Schnauze.

 

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Dazu einfach einen Nylonfaden auf eine Nadel ziehen und länger haltbare Blumen aneinander fädeln. Verknoten. Am besten macht man einen Knoten nach jeder Blume. Ich hatte das vergessen, sodass die schweren Blüten alle nach unten gerutscht sind.

 

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Für den Haarschmuck einen Draht in Form biegen und Blumen daran anbringen. Mit Haarklammern in den geflochtenen Haaren befestigen. DANCE!

Zum Link: einfach Kopfhörer drauf, Musik (hier) an und einen Küchentanz starten. Yippie!

Herzliche Grüße
Olivia

 

 

U BE 40 /

 

 

Es ist ungefähr zwei Jahre her, da zeigte mir Steffi den Blog von Joanna den hier (unwahrscheinlich dass den einer der Leser hier nicht kennt) und meinte das könne mir gefallen.

Ich war sofort hin und weg. Die Bilder, die Texte, die Autorin und ihre Familie, die leckeren Rezepte und Anregungen. Einfach alles hat mir gefallen.

Da ich, was das angeht, nicht wirklich schüchtern bin habe ich ihr immer wieder mal eine Mail zu irgendeinem ihrer Themen geschrieben.

Joanna hat mich unglaublich inspiriert, die Dinge, auch den Alltag mit Freude anzugehen und Vertrauen in alles zu haben.

Ein Jahr später haben wir uns getroffen und werden das wohl mit dem größten Vergnügen weiter tun.

Ich kürze ab, sie ist sehr präsent in meinem Leben, auch wegen ihr ist dieser ähhhh was ist das hier gleich wieder-  „Blog-Im-Umbau“ endstanden.

 

Und nun direkt zu Dir liebste JOANNA!

 

Mein erster Gedanke war es,  Dir als Geschenk einen 24h personal Kopfkrauler und Haarflechter zur Seite zu stellen. Der hätte im Gepäck einen Schokoladenbrunnen mit feinster belgischer Schokolade und den frischesten Früchten gehabt. Doch dann kamen mir Jils Worte wieder in den Sinn: „Kein Geschenk ist Deiner würdig, kein materielles.“ Und sie hat ja so Recht. Dein Geburtstag ist einfach eine schöne Möglichkeit Dir ein paar Zeilen zu schreiben und sie zu teilen.

Wer schon mal einen der Yippie Posts gelesen hat weiß, dass ich gerne vorneweg warne. Heute warne ich: das hier ist nichts für schwache Nerven.  Ihr müsst jetzt gaaanz stark sein.

Manch einer hält es nur schwer aus so viel Positives über einen Menschen zu lesen.

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Joanna Schatz, Du bist die pure Inspiration.

Wunderschön, von innen heraus und von außen ebenso, oi oi oi aber so was von!

Du baust nur auf, Du hebst nur hoch!

Hab ich erwähnt dass Du schön bist??? Ah ja, stimmt einen Satz vorher.

Du hast neulich geschrieben, dass Du Deine Augen selbst am tollsten findest. Also das kann gar nicht sein. NEE, ihich! Da muss ein Linienrichter her.

Dich zu lesen macht stark und ACHTUNG... weise!

Du beflügelst

Setzt das Beste frei

Spornst an

Bringst zum Lachen

Taxifahrer z.B. nimmst Du im Flug ein, was auf Reisen sehr, sehr wichtig sein kann ; )

Du bist Licht

Du bist Liebe

Danke für alles.

Ich wirbel Dich einmal in der Luft herum und freu mich so dass Du hier bist und auf alles was kommt.

Deine Olivia

Ps: Auf speziellen Wunsch des Geburtstagskindes haben wir heute ein free printable, passend zum Thema.

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Einfach ausschneiden und jemanden damit überraschen, eine Freude machen. Kleiner Tipp: Männer lieben es, wenn man ihr Auto damit beklebt und mit einem fettigen Lippenstift ein zehnzeiliges Liebesgedicht in Prosa auf die Scheibe pinselt.

Pps: Zum Schluss bitte ich die werte Leserschaft mit uns über den roten Teppich in das große Festzelt zu schreiten, wo es alle nur erdenklich köstlichen Speisen und Getränke gibt. Keine falsche Scheu: wer mag haue sein Löffelchen gegen sein Glas und richte ein Wort in Form eines Kommentar an unser Geburtstagskind. Ich bin dann mal bei der Bigband am hüpfen und tanzen.

Herzliche Grüße
Olivia