Two in one /

Mein Wunschburger

 
 
Es gibt kulinarisch gesehen wirklich, sagen wir, interessante Dinge. So staune ich bei amerikanischen Fastfood-Ketten häufig über das Angebot:
 
Heute all you can eat. Starter: frittierte Mozzarella Sticks mit Preiselbeermarmelade und Caesar Salat mit Speck, Pute und Croutons. Hauptgang: Giant XXL Pizza Vier Käse und Cheesy Crust. Dessert: Tripple Chocolate Brownie mit Vanilleeis und Karamel Sauce.  Mumpf. Iff kann niff mehr (mit vollem Mund)
 
Meist mag ich die einzelnen Gänge sehr, möchte nur ungern auf einen verzichten. Mit der neuesten Erfindung aus dem Hause Yippie muss man fast gar nicht mehr etwas weglassen. Dazu wurden auf wundersame Weise zwei Gänge zusammengelegt. Zwei Leckereien in einer!!!. Also ein Burger und mein Lieblingssalat (Caesar Salat) und herausgekommen ist TÖTÖRÖTÄÄÄÄ: ein Caesar Chicken-Burger. Nur die feinsten Zutaten dürfen sich hier stapeln.
 
Da ich nicht selbst den Burger Bun backen wollte, die fläddrigen Burgerbrötchen aus dem Supermarkt aber fade finde, habe ich Ciabatta in Burgerform gebracht. Das sieht gar nicht foodstylish aus, dafür ist es aber eben einfach viel schmackhafter.
 
Eines gebe ich vorweg zu: ich habe meine Küche ganz und gar vernichtet und es war kein Quicky Burger. Aber aus meiner Sicht hat es sich sehr gelohnt. Here we go:
 
 
 
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CAESAR CHICKEN-BURGER

 
(reicht für 3-4 Burger)
 
Ciabatta Brot (meines war mit Kräutern bestreut, in runde Formen schneiden)
1 große Hühnerbrust (sind wie zwei)
Schale von einer Bio Zitrone
1 Avocado in feine Scheiben schneiden
Italienisches Tramezzini Weißbrot (in kleine Würfelchen geschnitten)
Caesar Salat Dressing (das von Block House ist gut)
Parmesan (mit dem Sparschäler geschnitten)
Frühstückspeck (gebraten und abgetropft)
Romanasalat
 
Vorbereitung (das Marinieren muss man nicht machen): Am Tag vorher die Hühnerbrust, in kleine Streifen schneiden, mit ein paar Löffel Caesar Dressing in einen Zipperbeutel geben, dazu etwas geriebene Zitronenschale und Knoblauch in großen Scheiben geben. Beutel aufpusten, schließen und schön schütteln. Mindestens vier Stunden im Kühlschrank marinieren. Danach die Hühnerstückchen flach in einem bzw. mehreren Gefrierbeuteln in den Gefrierschrank legen.
 
Das Gefriergut leicht antauen lassen ca. 20-30 min., Knoblauch entfernen und dann in der Küchenmaschine zu Hackfleisch verarbeiten. Nach Geschmack von dem Ciabattabrot zerbröselt in den Burgerteig einkneten. Hamburger formen und goldgelb in der Pfanne braten (eventuell im Ofen zu Ende garen lassen).
Parallel in einer kleinen Pfanne mit Olivenöl die Tramezziniwürfelchen und danach den Frühstücksspeck knusprig braten. Das Ciabattabrötchen nach Anweisung im Ofen zubereiten.
 
Am Schluss auf jedes Brötchen etwas Caesar Dressing geben, darauf den Salat, die Parmesanhobel, den Speck, die Avocadoscheiben und Croutons stapeln und nochmal Caesar Dressing drüber geben. Deckel drauf. Fertig!  ALLERLECKERST!
 
 
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Ich tanz mir, wie schon erwähnt, ein wenig des üppigen Essens wieder wech. Hiermit  
geht das gut. Nur bitte bei dem Video nur hören. NICHT hinschauen. Es ist, höflich gesagt, nicht so hochwertig produziert.
 
Habt eine super Zeit.
 
Herzliche Grüße
Olivia
 
 
 
 
 
 

Linda und /

das Geburtstagsgeständnis

 
 
 
Ich kann mir grundsätzlich keine Geburtstage merken. Es gab da bisher nur zwei Ausnahmen, bei denen ich ein Geburtsdatum einmal gehört hatte und auf unerklärliche Weise nicht mehr vergessen habe, aber ALLE anderen habe ich mit größter Konsequenz vergessen. Bei meiner ältesten Sandkastenfreundin zum Beispiel ist mir das immer so gegangen.   Wie die Freundschaftsbezeichnung schon vermittelt, kennen wir uns sehr, sehr lange. Trotzdem habe ich jedes Jahr wieder überlegt, war es jetzt der 30. oder der 31.? Herrjeeeee, welcher war es denn jetzt?
 
Danke Lydi, für deine schier endlose Geduld mit mir an dieser Stelle. Auch meine nahe Verwandtschaft blieb vor dieser Geburtstagslegasthenie nicht verschont. Und das ist schon peinlich. Dann habe ich mir einen Geburtstagskalender zugelegt und vergessen draufzuschauen. Prima. Handy-Erinnerungen sind häufig zu leise und werden überhört. Was tun? Eine Selbsthilfegruppe der anonymen Geburtstagsvergesser ins Leben rufen? Eine Gesellschaft gründen: Die Geburtstagserinnerer mit kostenlosem Geschenkfindeservice und Lied- bzw. Gedichtkunst für den Beschenkten. Nein, das ist zu aufwändig.
 
Inzwischen mache ich es so: die Feste feiern, wie sie fallen. Eine zweite und sehr erfolgreiche Methode meiner Freunde ist es, mir kurz vorher Bescheid zu geben. Du Livi, ich habe übrigens am nächsten Montag Geburtstag. Ahhhhhhh, gut, dass du es sagst.
 
So hat es auch Linda gemacht. Kurz vor knapp gab sie mir Bescheid, dass sie an dem Tag, an dem sie mich besuchen würde, zufällig auch Geburtstag habe. Wie praktisch und das meine ich ernst. Da aber wenig Zeit  blieb, wurde es ein spontanes Geburtstagsfrühstück. Mit Linda lasse ich die Rubrik: friends (hier auf der Seite) neu aufleben. Das ist die Lösung für das Dilemma nicht immer allein von mir schreiben zu wollen. Da ich sehr häufig spannenden Besuch habe, wird es immer mal wieder ein kleines Portrait von Freunden geben. Alois hat eh das Zeitliche gesegnet, da kommt es gerade Recht.
 
 
 
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Kurz zu Linda: Linda ist süße 22 geworden und es war eine wahre Freude mit ihr diesen Geburtstagsmorgen zu verbringen.
 
Sie ist eine besonders gute Sängerin, musste sich aber Frotzeleien über ihr Tattoo (ein Notenschlüssel auf dem Kopf) von mir anhören. Wenn sie das Mikro in die Hand nimmt ist er natürlich richtig rum. Ich meinte dann: Also der Jackson Michael hätte jetzt den Notenschlüssel nicht auf den Kopf gestellt; der hatte immer ein Headset. MICHAEL! Ach was, LINDA!!! Ihre Stimme ist etwas rauchig, soulig, einfach schön.
 
Vom Wesen her, muss ich sagen, habe ich noch nie jemand wie sie getroffen. Linda lacht beziehungsweise lächelt immer, einfach so. Sie ist die Ausgeburt an ansteckender Frische und fröhlicher Natürlichkeit; es gehört ganz und gar zu ihr wie ihre wunderschönen vielen Löckchen. Und dabei ist sie eine echte Sportskanone. Ich war nur froh, dass sie nicht mehr vegan isst, sonst wäre ich etwas ins Rudern gekommen mit dem Frühstück. Und Badisch könnet mir  zwoi au schwätze. So super, dass DU da warsch Linda. Bisch mei Schätzle.
 
 
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Heute gibt es nur zur Anregung hier mein Handmade-Last-Minute-Breakfast:
 

Man nehme:

 
1 Geburtstagskind, das zufällig Zeit hat
wenig Planungszeit
Stifte
Papier
Geschenk/Geschenke
Frühstück mit  allem Schnipp und Schnapp
Ein bis zwei Möpse (HUNDE!!!) zur artistischen Belustigung
Lieblingsmusik
Zusätzliches Gimmick: Kaffeeausflug am Nachmittag in die City
 
Selbstgemachte Glückwünsche für den Frühstückstisch sind ein nettes Detail. Es macht Spaß verschiedene Handschriften zu zeichnen und es muss auf keinen Fall perfekt aussehen.
 
Farben wählen (hier: bunt) und immer wieder aufgreifen. Deko, Essen, Verpackungsmaterial kann nach diesem Gesichtspunkt ausgesucht werden.
 
Bunt beim Essen? Mit Obst und Gemüse kann man Farben gut dazunehmen.
 
Falls ihr niemanden mit Feieranlass zur Hand habt - ohne Grund schmeckt es genauso gut.
 
Habt eine schöne Zeit.
 
Herzliche Grüße
Olivia
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Von Eispralinen /

und Schlagerkitsch

 
 
Folgendes Szenario bot sich mir neulich als ich vom Einkaufen nach Hause kam.
 
Fräulein Müller tanzte völlig enthemmt mit Alois dem Weberknecht im zweiten Stock des Hauses zu Helene Fischer.
 
Von: „Atemloooos durch die Nacht“,...“.Feeeeeehlerfrei“, „Te Quiero“ über „Auf der Suche nach mir...“, bis „Captain meiner Seele“.
 
Ohhh Mann, es war, nun wie soll ich sagen, eine Mischung aus schauerlich schön und gruselig schrecklich.
 
Das musste ich sofort mit meiner Freundin Alexandra besprechen, die zugab auch an sich selbst manchmal erschreckende Schlagermoves festzustellen und (da müsst ihr jetzt ganz stark sein ; )))) „Küsse auf der Haut als Liebestattoo“ seien ja nicht das Schlechteste (danach ein Grusel-Emoji). Das erwischt einen ganz unverhofft und bei Helene können die wenigsten widerstehen. Wir geben es halt nur zu. Nach einem halben Lied oder drei durchgezappten Songs ist dann aber bei mir Schicht, ich bin etwas fertig von diesem Sound und ich müsste eigentlich mit Kurt Cobain  gegensteuern, um danach seinen Deprisound dann wieder mit ein paar fröhlicheren Klängen auszugleichen, und so weiter und so fort.
 
Und so entspann sich ein nettes Whatsappgeplänkel, bei dem sich Alexandra zwischendurch auf die Bürotoilette verzog um dort einen Lachanfall über unseren Chat auszuleben, und kurz drauf mit seriöser Miene wieder an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren.
 
Eigentlich sollte Lachen als Betriebssport eingeführt werden. Das tut allen gut. 
 
Zurück zu den beiden Schlagerhechten. Irgendwann bin ich Fräulein Müller aufgefallen, wie ich das Spektakel beobachtete. Endlich, da sind sie ja: Ich habe soooo Lust auf einen Käsekuchen oder ein Eis... oder Käsekuchen.
 
Oder Kekse, das wäre auch gut. Am besten alles zusammen. Und so haben wir uns in die Küche verzogen um ICED OREO-CHEESECAKE-PRALINES herzustellen.
 
 
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ICED OREO-CHEESECAKE-PRALINES

 

1 Packung Oreo Kekse
1 Packung Exquisa
Schalenabrieb von einer Bio-Zitrone
Nach Belieben etwas Puderzucker
 
Die Kekse in der Küchenmaschine mahlen. Nicht zu fein (so wie ich, ups)
Den Frischkäse mit dem Keksmehl und dem Zitronenabrieb vermischen.
 
Entweder gleich einfrieren und später zu KLEINEN Kugeln formen oder wie ich in eine Cake-Pops Form geben und  dann einfrieren.
 
Da bekommt das Wort reichhaltig total neuen Schwung.
 
Vor dem Servieren mit Keksbröseln und Beeren anrichten.
Ich genieße es in letzter Zeit immer wieder Besuch von Freunden zu haben.
 
Die Art wie ich die Eis-Pralinen angerichtet habe ist inspiriert von einem Restaurant aus Los Angelels, dem ich bei Instagram folge. Es heißt heirloom LA. Und wenn es so gut schemckt wie es aussieht, hiihuiui, dann muss das sehr gut sein. 
 
Letzte Woche war meine Freundin Angéla Geihofer bei mir. Wir haben zusammen zwei wunderschöne Tage verbracht von denen ich euch gerne berichten möchte, weil sie so außergewöhnlich waren, also sowohl Angéla als auch die gemeiname Zeit.
 
Zunächst aber ein kleiner Vorgeschmack passend zum Thema Backwaren. Viel mehr als, dass Angéla eine der genialsten Fotografinnen die es gibt ist, verrate ich aber nicht. Bald mehr...
 
Aber schon mal vorab ein großes DANKESCHÖN und ein dickes Bussi an Dich, Angéla. 
 
 
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Habt eine wunderschöne Woche.
 
Herzliche Grüße
Olivia
 
 
 
 

Eine geht noch /

Die Quelle und die Ameise

 
 
Eigentlich sollte man meinen mit der letzten Geschichte und dem schönen Happy End von der Hummergeschichte wären alle meiner Geschichten aus dem Jahre 2005 rausgehauen. Denkste! Ich hab da noch eine, da euch aber die Zeichnungen schon mal gezeigt habe und sie den chaotischsten Reim von allen hat, wollte ich sie weglassen. Der Vollständigkeit halber kommt sie jetzt doch noch. Und auch ein bisschen weil sie eine Lieblingsgeschichte von Alois , dem (im letzten Post erwähnten) Webernknecht ist. Er besteht übrigens auf einen eigenen Post. Wir werden erleben, wer sich durchgesetzt hat. Los geht´s.
 
 
Es ist ein herrlicher Sonntagmorgen, die Quelle sprudelt locker vor sich hin, da kommt eine Ameise des
Weges.
 
Die Ameise trägt einen großen Stein auf dem Rücken, hat einen rauchenden Grashalm im Mund und führt Selbstgespräche, die Ameisenglieder rudern und gestikulieren wild. Sie scheint jemanden nachzuäffen:
 
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Ich kann nicht, ich mag nicht
Das war echt keine Absicht.
Kann ich das nicht verschieben, vielleicht auf morgen?
Naaaahein, hallooo, das kannst du heute schon besorgen.
Alles faule Ausreden,
meiner Kollegen,
wir sind doch nicht aufm Ponyhof,
also so was von dämlich, so was von doof.
Wer wirklich weit kommen will im Leben,
muss kruppen wie ein Tier,
nach oben streben, das sag ich dir.
Überstundenausgleich, pah, so ein Mist,
wer so was fragt, ist hundert pro kein Realist.
Sind wir mal ehrlich,
Ohne Fleiß kein Preis,
Ohne Schweiß kein Preis,
Der Preis ohne Schweiß,
ist der, auf den ich schei…Guten Morgen, unterbricht in diesem Moment die Quelle.
 
Ich habe eigentlich heute keine Sprechstunde, doch du scheinst Bedarf zu haben,
komm quatschen wa ne Runde.
 
Hä, wer? Was, was ist los?
Wer labert da bloß? Die Ameise schaut sich hektisch um.
 
Ich, die Quelle, hier in der Tiefe,
die ich Worte vor mich hin triefe,
schon ab und an wem helfen konnte,
der nicht im Leben sich sonnte,
jemand, der sich nicht gut fühlte,
in seinem Innern immer wühlte.
 
Was die Quelle da sagt scheint der Ameise lächerlich.
 
Wenn ich irgendwo wühle, dann bei der Arbeit,
das meine ganze Wahrheit.
Ich mag es so, kann auf keinen Fall ohne,
kommt vor, dass ich mich mit der ein oder anderen Zichte entlohne,
dann aber geht’s wieder weiter,
Arbeiten, Arbeiten, das macht mich heiter.
 
Die Quelle hakt nach:
Das klingt wirklich fleißig, was du tust.
Gibt es auch Stunden, in denen du must?
Also ich meine Stunden, in denen du nichts machst,
komplett entspannst, in der Hängematte lachst?
Hä, was? Was ist eine Hängematte genau?
Ich bin eine Ameise, die arbeiten auf´m Bau.
Da gibt es keine Matten,
schon gar keine, die hängen, an was auch, an Latten?
Ich gebe zu, es ist schon sehr viel,
da bleibt keine Zeit, für Familie, Sport und Spiel.
 
Die Ameise hat inzwischen ihr Gepäck abgeladen und sich auf einem Felsstück niedergelassen.
 
 
 
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Sag mal Ameise, hast du eine Frau auf dem Bau?
Hast Du Nachkommen.
kommen die nach Dir, Hm?
 
Ja, ja klar,
ich habe Kinder und eine Frau,
für die ich schufften gehe, wir wollen einen eigenen Bau.
Wunderbar, du gabst also deinen Samen,
sag, wie heißen sie, wie sind ihre Namen?
 
Anm.: ich weiß Ameisen legen Eier, aber es klingt besser,
ansonsten hätte ich schreiben müssen:
Wunderbar legtest mit deiner Frau Eier,
sag mal die Namen, sinds viele, au weia.
Der Leser möge sich eine Variante aussuchen.
 
Die Ameise setzt sich auf einen anderen Stein,
mittlerweile hat sie sich den zehnten Grashalm angesteckt.
Sie wirkt mit einem Mal betrübt.
 
Ich gebe zu, das macht mich niedergeschlagen,
ich weiß es nicht, kann dir die Namen nicht sagen.
 
Oha, das ist schlimm, die Quelle ist überrascht,
kommt dir der Name deiner Gattin in Sinn?
 
Die Ameise geht leise einige Namen durch,
Lydia..., Kristina, Birgit, Nicola, Anne, Eva, oh nein,
ich bin ein Schwein, er fällt mir nicht ein.
 
Nein, nein, du bist sicher kein Schwein.
Du bist eine A-M-E-I-S-E, es liegt in der Natur der Ameise,
bei der Arbeit fleißig zu sein,
das ist der Ameise Lebensweise.
Du hast bislang deine Arbeit sehr ernst genommen,
bist die Kariereleiter hochgeklommen.
 
Die Ameise lässt den Kopf hängen. So fährt die Quelle fort:
Wirkst ein bissl geköpft,
vereinsamt und erschöpft.
Es gibt nun drei Möglichkeiten,
Erstens, du wirst nicht mehr so viel arbeiten,
schaust mal wieder nach der Brut,
was euch sicherlich familiär gut tut.
 
Zweitens, du siehst dich als Ameise und deine Bestimmung
in der Rolle des Arbeitstiers, von der fleißigen Innung.
Du bist nicht als Faultier geboren worden,
das bestimmt ist, nur für die Familie zu sorgen.
Sei weiter so fleißig am Werk,
Bau dir als Ameise den höchsten Berg.
Arbeite dich schlichtweg tot,
und zur Not,
wirst du dann Buddhist,
dem die Reinkarnation einleuchtend ist.
 
Die Quelle lacht über ihre eigenen Worte.
 
Drittens, du beziehst alles mit ein,
so kannst Du mit Deiner Familie zusammen sein.
Mach dich selbständig mit Deiner Frau,
gründe die Wir AG Hoch- und Tiefbau.
Die Kinder können bei euch bestimmt viel Lernen,
ihr müsst nur vorleben und von eurer Arbeit schwärmen.
 
Die Ameise reißt ihre riesigen Augen noch viel weiter auf vor Freude.
Wahnsinn,
dass mir das nicht mal im Wahn in Sinn kam.
Eine Wir AG, das ist der Kracher,
dann bin nicht nur ich sondern auch meine Frau ein Macher.
Ich muss los,
Adios.
 
Die Ameise schlägt vor Freude noch ein Rad und ist im nächsten Moment auch schon verschwunden.
Die Quelle ihrerseits gönnt sich erst einmal ein ausgedehntes Nickerchen. Sie kann selbstverständlich auch
im Schlaf quellen.
 
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Und so sage auch ich Adios Freunde. Auf bald.
 
Herzliche Grüße
Olivia
 
 
 
 
 

Monstermäßig /

Triple Lemon-Cupcakes

 
 
Um nicht immer nur von mir zu schreiben, habe ich überlegt, a) auch auszuwandern, b) einen Bauernhof zu kaufen oder c) mit meiner Freundin Lisa eine TV Show zu starten: Lisa und Livi oder so.
 
Bedauerlicherweise ist es dann doch nur auf Alois meinen neuen Weberknecht und Mitbewohner hinausgelaufen. Er lebt seit gestern Abend im dritten Stock des Hauses und tanzt an der Bürodecke. Ob er bloggertaugliches Material liefert bleibt abzuwarten.
 
Doch zuvor war Lisa hier zu Besuch und wir haben für euch monstermäßig gebacken.
 
Um nur ein paar ausgewählte Details zu Lisa zu nennen: Sie ist eine wunderschöne junge Frau, selbstständig, selbstbewusst, lustig und intelligent. Sie spricht fließend Mandarin und hat ein großes Herz für China. Ach, und ich liebe sie sehr.
 
 
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Während ihres Besuchs durfte ich ein paar schöne und spannende Dinge über ihre drei Jahre im Nordwesten Chinas erfahren.  Außerdem kann ich jetzt  „Ich liebe Dich“ auf Mandarin sagen. Ein guter Start, obwohl man da eher etwas zurückhaltender sein sollte. Gleich mit der Tür ins Haus zu fallen ist dort nicht ratsam. Daher werde ich meinen Wortschatz auf ein „Hallo“ oder sogar ein „Guten Tag“ erweitern.
 
Da wir beide quirlig sind und uns recht rege ausgetauscht haben, ist uns jegliches Zeitgefühl flöten gegangen. Mein sonst eher strukturierter Tag (was die Mahlzeiten angeht) war völlig dahin. 
Um ab und zu auch etwas hinzubekommen, haben wir immer wieder ein subtiles: „Halt die Klappe und mach weiter“ ausgesprochen. Das hilft enorm.
 
Auf die Monster-Cupcakes kamen wir über Umwege. Lisa hat mir von einem Buch erzählt: Monster des Alltags. Ein wenig haben sie mich an meine Tiergeschichten (findet ihr links unter Texte) erinnert.  Der Autor hat eine feine Liebe zum Detail. So gefällt mir nicht nur „Monster des Alltags“, sondern auch „Zirkus der Süchte“  als Titel wirklich gut, aber auch „Monster der Weihnacht“ steht schon auf meiner Einkaufsliste. Hier könnt ihr mal reinschauen.  Und parallel kommt jetzt ein neuer Pixar-Film in die Kinos, der gut dazu passt. Das kann man hier sehen.
 
 
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Arrrgghhhhh und obwohl ich eigentlich keine Trickfilme mag, bin ich beim nächsten Trailer ebenfalls hängengeblieben.
Diese Art von Filmen ist immer so stressig, aber ein kurzer Trailer ist cool und reicht mir völlig.
 
 
Zum Nachbacken haben wir:
 

Triple Lemon-Cupcakes

 
Zutaten
für den Teig:
125 g Butter, weich
125 g Zucker
1 Paket Vanillezucker
Abrieb einer Bio-Zitrone
Prise Salz
2 Eier
50 g Frischkäse
150 g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
 
für die Füllung:
12 TL Lemon Curd
 
für das Frosting:
80 g Butter, zimmerwarm
80 g Puderzucker
2 EL Lemon Curd (oder engl. Zitronenmarmelade)
175 g Frischkäse, zimmerwarm (nicht fettreduziert)
 
 
Zubereitung
Die Vertiefungen einer Muffinform mit Papierformen auslegen. Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) oder 160 Grad (Umluft) vorheizen.
 
Die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenabrieb mit dem Mixer sehr schaumig rühren. Nach und nach die Eier gründlich unterschlagen, dann den Frischkäse. Zuletzt Mehl, Backpulver und Natron kurz unterrühren bis ein glatter Teig entsteht. Diesen in die Förmchen der Muffinform verteilen und etwa 20 Minuten im Ofen (mittlere Schiene) hellbraun backen. Auf einem Rost ganz abkühlen lassen.
 
Die Zutaten für das Frosting auf Zimmertemperatur kommen lassen. Dann die Butter mit dem Puderzucker sehr schaumig schlagen, etwa fünf Minuten. Erst Lemon Curd einrühren, anschließend esslöffelweise den Frischkäse; nicht zu lange schlagen, sonst wird die Creme zu dünn! Das Frosting eine halbe Stunde im Kühlschrank etwas fester werden lassen.
 
Von den Cupcakes oben einen kleinen Deckel abschneiden und mit jeweils einem Teelöffel Lemon Curd füllen.
 
Für die Monster-Cupcakes haben wir das Frosting in drei verschiedenen Farben eingefärbt und nach dem Kühlen mit einem Messer auf die Cupcakes aufgetragen. Mit Süßigkeiten zu Monstern verwandeln und fertig!
 
 
Quelle Cupcake-Rezept: usa-kulinarisch.de
 
 
Das Lemon Curd-Rezept habe ich von hier genommen
 
 
Habt eine super schöne Woche.
 
Herzliche Grüße
Olivia