Niesel-Fiesel und warmer Brei /

Ayurvedisches Frühstück

 

 

Wenn man in Birstein (siehe letzter Post) ist, wird rund um die Uhr vor allem der Geruchssinn angesprochen. Dieser ist bei mir familiär bedingt sehr ausgeprägt. Das kann schön, aber auch etwas lästig sein, da ich ihn nicht so einfach an- und ausschalten kann. Wenn man dort also morgens aufwacht, riecht es bereits köstlich nach Bratapfel, Gewürzen und Tees. Im Ayurveda werden die drei Hauptmahlzeiten eigentlich immer warm gegessen; so auch das Frühstück. Es besteht aus verschiedenen Breien, Waffeln, heißen Getränken, Kompotten, frischen Marmeladensorten und etwas Brot.

Dr. Gupta (ebenfalls siehe letzter Post) hat seinem Dosha entsprechend morgens immer nur eine Safranmilch zu sich genommen. Das ist ja mal gar nichts für mich. Und nachdem ich mich bei jedem Aufenthalt mit Genuss zwei Tage durch die ayurvedische Küche geschlemmt hatte, überkam mich bereits am dritten Tag, das dringende Bedürfnis nach einem großen Teller Penne Arrabiata, einem Happy Meal oder einem Filetsteak mit Sauce Béarnaise. Ein paar Meter weiter war ein hessischer Gasthof, in dem es immer nach Pommesfett roch. Dort schlichen wir uns gerne zum Ausgleich für zu viel gesunde Ernährung auf eine Portion „Pommes Schranke“ und ein Bier/Glas Wein hin. Es konnte geschehen, dass man dann Dr. Gupta breit grinsend mit einem Teller voller fettiger Köstlichkeiten traf. Besonders gerne mochte er Kinderschokolade - das zumindest, hatte der Wirt uns mit großen Augen verraten.

Aber an sich ist die ayurvedische Art zu Frühstücken sehr schmackhaft. Ich mag das besonders, wenn es draußen kalt und regnerisch ist.

Und heute ist so ein Tag. Bereits beim Aufstehen prasselt der Regen gegen die Scheiben. Eigentlich sehr gemütlich... außer man hat zwei Mopshunde. Diese besitzen eine Vierpfotenbremse ab Werk. Ein Hund muss morgens aber raus. Egal was das Wetter sagt. Und wenn es dann drinnen noch nach süßem Brei riecht und warm ist, muss man dem Tier das Geschirrchen fast bis über die Ohren ziehen, um nach draußen zu gelangen.

Hier kommen drei Rezepte die bei Niesel-Fiesel-kaltem Regen eine Wohltat sind:

Chai, indischer Yogi-Tee

(leicht abgewandelt nach K. Rosenberg)
Wird eher nachmittags getrunken
 
1 l Wasser
2 EL Rohrzucker
3 EL Yogi-Tee, klassisch
1 Zimtstange
10 Kardamomkapseln (ich habe Pulver verwendet)
200 ml Milch
2 TL schwarzer Tee

Die Milch mit dem Yogi-Tee, den Gewürzen und dem Rohrzucker in einem Topf zum Kochen bringen und 10 Minuten leicht köcheln lassen.

Den schwarzen Tee hinzufügen und mit einem Liter heißem Wasser aufgießen.

Je nach Geschmack 3-5 Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

 

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Hirseflocken-Pancakes

(Rezept für eine Person)
 
1 Banane
3 EL Hirseflocken
1 Ei
Heidelbeeren
Ahornsirup
 
Die Banane mit einer Gabel fein zerdrücken. Das Ei und die Hirseflocken dazugeben und alles gut verquirlen.
Etwas Ghee in eine heiße Pfanne geben (ebenso siehe letzter Post)
Eine handtellergroße Menge von der Masse, wie bei normalen Pancakes, ausbacken. Bei mir ergab die Menge vier Stück. Mit frischen Heidelbeeren und nach Belieben mit Ahornsirup servieren.
 
 
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Grießbrei

(kann aber auch jeder andere Brei sein)

½ l Milch
1 Teelöffel Rohrzucker
4 EL Dinkelgrieß
 
Die Miilch in einem Topf erhitzen. Den Zucker und den Dinkelgrieß unter Rühren mit dem Schneebesen zugeben (sonst brennt es an).
Wenn die Milch kocht, den Topf von der Platte ziehen, sonst läuft es schnell über.
Temperatur auf milde Hitze stellen und die Milch 5 Minuten leicht köcheln lassen.
Im Laufe dieser 5 Minuten wird aus der Milch Grießbrei. Er sollte noch so flüssig sein, dass er selbst aus dem Topf in einen Teller fließt - gegebenenfalls noch Milch oder Grieß nachschütten (je nach Konsistenz).

Ich habe dieses Mal das Ganze wieder mit Hirseflöckchen gemacht und ohne Mengenangaben gekocht.

Dazu gibt es:

Superschnelle Brat-Apfelschnitze

(für eine Person)
 
1 Apfel
Ghee
Ein wenig Rohrzucker
Zimt
Kardamompulver
Rosinen
 
Die Äpfel ungeschält in feine Schnitze schneiden. Etwas Ghee in eine Pfanne geben und die Apfelschnitze etwas später dazugeben. Den Zucker, Zimt, Kardamom und nach Lust und Laune Rosinen hinzufügen und bis zur gewünschten Bissfestigkeit schmoren sowie den Zucker karamellisieren lassen.

Das duftet soooo gut.

 

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Ich wünsche Euch eine wunderschöne Herbstwoche und melde mich nächste Woche mit einem schmackhaften ayurvedischen Mittagessen zurück.

 

Herzliche Grüße
Olivia

 

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