Küchenschlacht mit Ayurveda /

 

Ayurvedisch zu Mittag zu kochen ist eine für den Laien aufwändige Sache. Und ich BIN Laie. Man benötigt eine Meeenge Zutaten, die man häufig nicht im Haus hat, und es dauert lange, die Mahlzeit vorzubereiten. Die Küche gleicht danach außerdem einem umgepflügten Rübenacker. Es gibt noch ein paar weitere Punkte, die man als Gegenargument anfügen könnte, aaaaber es lohnt sich!

Dieses Mittagessen habe ich für meinen „best buddy“ Martin (der Geburtstag hatte) und seine wunderbare Schwester gekocht. Es hat, das sage ich nicht, um mich einfach mal so zu loben, wirklich lecker geschmeckt. Am ayurvedischen Essen schätze ich sehr, dass es auf die köstlichste Weise satt macht und man danach nicht den Hauch eines Völlegefühls hat. Also wirklich satt, aber leicht wie eine Feder.

Viele Schälchen und Schüsseln werden benötigt. Am besten deckt man liebevoll den Tisch, schmückt mit Kerzen und Blumen.

 

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Rote Beete Salat

 

1 große Rote-Beete-Knolle

2 Karotten

6 EL Olivenöl

Saft von einer Zitrone

1/2 Bund frischer Dill

Pfeffer und Salz

Rote Beete und Karotten schälen, fein reiben oder hacken. Aus Olivenöl, Zitronensaft, Honig, gehacktem Dill, Pfeffer und Salz eine Marinade machen und unter die geriebene Rohkost mischen. Mindestens 30 Minuten durchziehen lassen.

 

Fenchel in milder Sauce

 

4 Fenchelknollen

1 kleine Zwiebel

2 TL Kurkuma

1 TL Kuminsamen

½ TL Thymian

1 MS Muskatnuss

Pfeffer, Salz

2 EL Joghurt

4 Fenchelknollen waschen und in Ringe schneiden. Zu den angebräunten Zwiebeln geben, unter Rühren andünsten, mit etwas Salz und Thymian würzen. Wasser nach Augenmaß dazugeben und 15 Minuten köcheln lassen. Mit Pfeffer, etwas Muskatnuss und 2 EL Joghurt abschmecken.

 

Fruchtiges Linsengemüse

 

100g rote Linsen

1 Papaya

174l Gemüsebrühe

1 rote Zwiebel

1 EL Ghee

1 Orange

½ Bund Schnittlauch

Steinsalz (oder einfach Salz)

Die Zwiebel in Ringe schneiden und im Ghee anbraten. Mit der Brühe ablöschen und die Linsen mit einer Prise Salz hinzugeben. Die Linsen sind nach ca. 15 Minuten weich. Falls die Brühe zu schnell verdampft, gießt etwas Wasser hinzu.

Parallel Papaya würfeln und schneiden, Schnittlauch fein wiegen und die Orange auspressen.

Sind die Linsen weich, vorsichtig die Papaya unterheben, sie sollen sich nicht auflösen. Mit Orangensaft würzen und die Schnittlauchröllchen drüberstreuen.

 

Pflaumen-Chutney

 

500g vollreife Pflaumen oder Zwetschgen

1TL Kreuzkümmel, gemahlen

1TL Kurkuma

½ TL Zimt

1EL geriebener Ingwer

1TL Senfsamen

6 getrocknete Datteln

2 EL Apfelessig

4 EL brauner Zucker

1/4 TL Kardamom

1 TL Salz

1 Rote Chilischote (ohne Kerne) gehackt

Die Pflaumen entsteinen und in kleine Stücke schneiden.

Die Datteln in kleine Stücke hacken und mit den Gewürzen und den Pflaumen vermischen. Diese Masse kann mehrere Stunden stehenbleiben, durchziehen und Flüssigkeit bilden.

Die Masse anschließend 30 Minuten auf kleiner Flamme kochen, dann heiß in Gläser füllen. So hält sich das Chutney mehrere Tage. Vor dem Servieren noch frisch gehacktes Korianderkraut in das Pflaumen-Chutney geben.

 

Raita

 

250 g Joghurt

¼ Gemüsegurke

1 TL Kumin, gemahlen

½ TL Kurkuma

¼ TL Salz

frisches Koriandergrün

Die Gurke schälen und reiben, mit dem Joghurt mischen. Die oben genannten Gewürze unterrühren und ca. 15 Minuten durchziehen lassen. Das Koriandergrün kleinschneiden und drüberstreuen.

Und als Nachtisch:

 

Mandarinen-Gelee

 

Dieser Nachtisch ist sehr leicht zuzubereiten und schmeckt herrlich frisch.

4 Mandarinen

3 EL Fruchtzucker

1 Kiwi

Agar-Agar

Mandarinen auspressen und durch ein Sieb passieren. Kiwi schälen, dann würfeln.

Den Mandarinensaft und die Kiwistückchen aufkochen, Agar-Agar nach Anweisung verarbeiten (ordentlich davon nehmen, Masse ist sonst zu flüssig) und zwei Minuten weiterkochen lassen.

Die Masse zwei Zentimeter hoch in eine flache Form gießen. Ist das Gelee steif, könnt ihr zwei mal zwei Zentimeter große Würfel ausschneiden. Mit Puderzucker bestreuen und servieren.

 

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Eine kleine Anekdote aus meiner kurzen Zeit als Ayurveda-Masseurin habe ich noch. Bitte koppelt sie innerlich von der Zubereitung von Speisen ab : ))))))))

Eines Tages kam ein freundlicher älterer Herr zu mir um eine Abhyanga-Ganzkörpermassage zu bekommen.

Alle primären Geschlechtsteile werden bei dieser Massageart nicht etwa einfach unbedeckt gelassen, nein, nein, sondern mit einem Froteetuch oder einem Einmal-Slip verhüllt.

Ich hatte im Umkleideraum alles hergerichtet, u.a. auch den Einmal-Slip.  Doch der Herr kam und kam nicht mehr aus dem Raum. Ich hatte schon überlegt, ob er eventuell Schwierigkeiten mit dem Kreislauf hat oder doch lieber von einem zwei Meter großen, stark behaarten Physiotherapeuten massiert werden will.

Nach einer Weile streckte er seinen Kopf aus der Tür und trat dann etwas verlegen in den Raum:

„Diese Unterhose hat die falsche Größe“, meinte er. „Ich habe hin und her probiert, sie passt mir nicht.“ Da erkannte ich das Dilemma.

„Nun", sagte ich. „Das ist eine Einheitsgröße und das ist ein Tanga. Den trägt man, anders als bei der normalen Unterhose, mit der schmalen Seite nach hinten.“ Das leuchtete ihm absolut ein, er verschwand wieder und kam beruhigt nach kürzester Zeit wieder raus.

Dieses moderne Zeugs. Tsssss.

Habt eine wundervolle Woche. 

Herzliche Grüße
Olivia

Ps: Mit der Schärfe meiner Bilder stimmt was nicht, bitte nicht die Brille neu einstellen lassen, an der liegt es nicht. Nnnchhrrrr...