Fantasie /

 
 
 
Ich bin’s wieder, Olivia. Ahoi, da draußen an den Bildschirmen und Mobilfunkgeräten. Da ich bislang nur über meine eigenen Erfahrungen verfüge, kann ich auch nur von diesen wirklich berichten. Fräulein Müller könnte ich auch bemühen, die hat aber Urlaub: „Bevor die ganzen Familien mit den süßen Schreihälsen kommen, will isch mit dem Pupsi (so heißt ihr Freund, ich mag nicht wissen wieso) nomma schön in Cluburlaub an den Plattensee. Die Preise, ich sachs ihnen, die sind supa, eine Schampanja-Sangria (landestypisch eben) kost nur 1,50“.
 
Also, sie fällt weg, daher ein wenig aus meiner Sicht.
 
Heute geht es um Fantasie. Irrigerweise kommt das Wort FANTA darin vor, was aber keiner weiteren Aufmerksamkeit bedarf. Fantasie gehört zu meinem Leben, in der Kindheit noch etwas anders als heute. Denn Spielen bedient sich, wie jeder weiß,  häufig der Fantasie.
 
Fantasie ist eine nicht sichtbare Welt, die alle Möglichkeiten des Erschaffens in sich birgt. Daher war es schon immer reizvoll für mich. Ein zu starkes Fantasieren ist wie zu lange lesen oder Fernsehen schauen, es macht irgendwie düddelig. Besser kann ich es nicht beschreiben. Düddelig halt.
 
Vom Ablauf her kommt zuerst die Fantasie, die eine Idee hervorbringt, dann ist da jemand der eine Antenne dafür hat und es aufnimmt und umsetzt. Ohne Fantasie, nahe verwandt mit dem tüftlerischen Einfallsreichtum, gäbe es keine neuen Erfindungen. Fantasielosigkeit ist für mich kein besonders tolles Merkmal, auch wenn ich es sehr schätze, dass einige Menschen eher nur praktisch veranlagt sind. Fantasie ist sehr lebendig, immer neu und hat nie Probleme etwas entstehen zu lassen, was bisher nicht da war. Meist ist die Fantasie eng verknüpft mit Kreativität. Und kreatives Arbeiten muss wiederum nicht mit typisch künstlerischen Tätigkeiten zusammenhängen. So braucht ein Ingenieur Kreativität und Fantasie bei der Lösung technischer Finessen. Genau wie ein Komponist, beim Schreiben seiner Musik.
 
Und was hat det Janze mit dem heutigen Blogeintrag zu tun?
 
Folgendes: Die meisten von uns müssen essen, z.B. abendessen. Meist eine eher routinierte (Routine als Gegenpart zur Fantasie) Angelegenheit. Warum nicht mal ein Fantasie-Abendessen? Sollte ein sehr hungriger Mitbewohner am Tisch sitzen, der dafür keinen Sinn hat, Wurschtsemmel tut es immer, dann ist Ruhe. Der Rest kann sich ein kleines Fest daraus machen die Augen wirklich mitzubedienen, den Geruchssinn anzusprechen und besonders den Geschmackssinn. Ein Abendbrot kann so zu einem kleinen Kunstwerk aufgemotzt werden.
 
 
 
 
 

 

Das hier ist übrigens Conny, sie ist wie der Amerikaner sagt: SUCH A SPECIAL PERSON AND MEANS SO MUCH TO ME. Mein ich echt so. Klingt halt nur einfach nicht so kitschig, wie auf Deutsch. Sie kam todesmutig zu mir, um gemeinsam in der Bloggerhütte zu schwitzen als gäbe es kein morgen. Bei gefühlten 100 Grad und 100 % Luftfeuchtigkeit haben wir uns Fantasieschnitten belegt, fotografiert und sehr viel gelacht.  Interessanterweise haben wir quasi eine Ewigkeit ganz in der Nähe des anderen gelebt und es nicht gewusst. Kennt ihr das? Da habt ihr etwas Tolles direkt vor der Nase und seht es nicht?

Conny hat sehr, sehr viel Schwung, ist voller Lebensfreude, ihre Augen glitzern. Äußerst pikantes Detail ihres Lebens ist: Sie liebt es Ablage und Tabellen zu bearbeiten. Unfassbar oder?! Was in ihrem Job als Rechtsfachwirtin absolut von Vorteil ist. Wenn wir zusammen wegfahren, haben wir immer eine geniale Zeit und genießen jede Minute. Um auf die Kreativität zurückzukommen, wir haben festgestellt, es gibt mehrere Typen von Schreibtischtätern. Die, bei denen es IMMER aufgeräumt ist und nur eine Akte auf dem Tisch liegt und nur ein Stift. Und dann gibt es uns, wie ein Tornado verwüsten wir unseren Schreibtisch innerhalb von Minuten und am Schluss kommt immer etwas Gutes dabei raus, bzw. die Arbeit ist ordentlich erledigt und die Aufräumarbeiten können beginnen. Manchmal ist das bei mir wie ein Rausch ohne Mittel, ich bekomme nichts mehr mit, esse und trinke nicht und wache erst auf, wenn ich fertig bin. Was seid ihr für Typen?

 
 
 
 

Was man dafür braucht

 
Alles was euch schmeckt aus dem Kühlschrank. Früchte, Gemüse in ganz feinen Streifen oder in allen erdenklichen Formen. Es gibt so Kunstvolles aus Essen. Und heute darf damit definitiv gespielt werden.
 
Ich habe mir ein paar essbare Blüten beim Gemüsehändler bestellt. Ist nicht so leicht, es kamen Stiefmütterchen. Lila und leckerer als gedacht. Für Salate und auf Obst und Süßem sehr ansehnlich.
 
Dazu Cräcker oder Brote und los geht die Belegparty. Wer macht ein besonders kreatives Brot?
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wie Manches zu schneiden ist, seht ihr hier in diesem Video. Die Messerkünstlerin Sawadi hat es mir angetan, bin doll verliebt in sie und besonders charmant finde ich, wie sie die krass harte Musikkombo ganz am Schluss ausspricht. 
 
Eine fantastisch fantasievolle Woche wünsche ich euch. Ich freu mich auch schon auf Freitag, da werde ich euch ebenfalls von jemandem ganz Besonderem berichten. Huuuuuiii!
 
PS: Gut, dass Melone nicht schmelzen kann. Ein Aufguss mit Kokosnuss-Waldbeere im Fotohäuschen wäre eine feine Sache gewesen.
 
Herzliche Grüße
Olivia

Comments

Du möchtest einen Kommentar hinterlassen? Dankeschön!

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert*