Private SPA /

 
 
Fast jeder, der einen Garten um seine Wohnstätte hat, muss im Frühjahr sowas wie einen Frühjahrsputz machen. Möbel schrubben, eventuell abschleifen und ölen. Spinnweben entfernen, altes Laub wegfegen,  abgestorbene Äste/Kräuter beseitigen und Sonnenliegen- Schirm aufstellen. Leer gewordene Beete neu bepflanzen, Gartengeräte spätestens jetzt auf Vordermann bringen.
 
Das Gleiche wird im Ayurveda mit dem Körper gemacht. Eine medizinische Reinigungskur mit allem Schnipp und Schnapp. Nur auf das Schnapp, sowas wie eine Motorwäsche, hat nicht jeder Lust. Wer möchte schon freiwillig einen Einlauf bekommen.  Aber eine Wellness-Körper-Verwöhnreinigung, das klingt schon besser. Ich habe eine Mischung aus verschiedenen Wellness- und Pflegeanwendungen kombiniert. Die meisten kennt ihr.
 
Unser Körper dient uns ein Leben lang. Jeder hat seine tägliche Pflegeroutine, der eine mehr der andere weniger. Zuviel an sich rumzudoktern kann anstrengend sein. Wer wie ich früher viel krank war und sehr viel in Arztpraxen war, hat wenig Lust sich über die Maßen lang mit seinem Köper zu beschäftigen. Ich bin der Meinung, es ist das Schönste, wenn er einfach gut funktioniert. Aber ab und an etwas mehr Augenmerk auf ihn zu legen, für ein- zwei Stunden, kann etwas sehr Schönes sein.
 
Ich habe eine Liste an Dingen aufgestellt, die man zwar alle machen kann, sich aber nur einzelne Punkte rauszugepicken, ist auch schon schön. Wenn man sich Zeit nimmt, nicht stören lässt. Mal an einem Sonntag, kein Zeitdruck, niemand der etwas von einem will.  Besonderes Augenmerk habe ich auf die Füße gelegt. Ich mag meine Füße, sie sind schön und fleißig und tragen den Rest. Wenn ich dran denke mache ich vor dem Schlafengehen eine kurze Fußmassage. Herrlich.
 
Am besten ihr sucht euch alle Zutaten vorher zusammen. Für die einfache selbstgemachte Fruchtmaske müsst ihr wahrscheinlich einkaufen gehen.
 
Yippie Universe arbeitet nach wie vor ohne Sponsoring. Ich zeige aber dennoch Marken und schreibe eventuell was dazu. 
 
 
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Sanfte Ölmassage

Im Ayurveda wird die sanfte Massageart „Snehana“ genannt und bedeutet so viel wie „liebevolle Berührung“. Da ich euch das hier aber nicht so beibringen kann, eine stark vereinfachte Version.
Nehmt ein gutes natürliches Öl (Ich habe mal ein ganz Gewöhnliches aus dem Drogeriemarkt probiert, bestimmt Motoröl. Fazit: Es duftet zu stark, sonst ok). Dazu alte Handtücher.
Nehmt einen ordentlichen Schuss Öl in die Hände und verreibt es damit. Ihr solltet bei der Massage nie irgendwo hängenbleiben. Sie ist SEHR ölreich. Die Muskelpartien, beispielsweise zwischen Knie und Fußgelenk werden mit sanftem Druck gestrichen, die Gelenke umkreist. So behandelt man alle Teile des Körpers an die man kommt. Vorsicht beim Bauch: Er ist der empfindlichste Bereich. Ich empfinde das als die persönlichste Stelle bei einer Wellnessanwendung. Der Bauchnabel wird hierbei im Uhrzeigersinn ohne Druck umkreist.
Hände auch sanft ausstreichen und Finger leicht ziehen. Ich lasse den Kopf immer aus. Eine Ruhepause mit dem Öl auf der Haut ist schön.
 

Fruchtmaske

Da meine Gesichtshaut derzeit auf tiefste Pubertät gepolt ist, nehme ich keine fertigen Masken (außer die von Hauschka) Diese Maske besteht rein aus frischen Früchten. Sie versorgt die Haut mit extra Feuchtigkeit und die leichten Fruchtsäuren beseitigen die abgestorbenen Hautzellen. Die Maske würde ich unbedingt in der Badewanne auftragen. Es ist eine kleine Sauerei.
 
Dazu einfach ein Stück Wassermelone und Trauben (ohne Haut) in kleine Stücke schneiden, zerdrücken. Abtropfen lassen und den Fruchtbrei auf das Gesicht auftragen, die Augen mit Wattepads schützen (das schult parallel den Tastsinn ; )). Wem das zu breiig ist, der kann auch mit dem Fruchtsaft getränkte Wattepads auf das Gesicht legen.
 
Am Schluss gründlich abwaschen.
 

Badewannenzeit

Sucht euch eine schöne Badeessenz aus, oder wenn ihr kein Öl aufgetragen habt, nehmt ein Bad in „Original Totes Meer Badesalz“. Nach dem Bad noch mal gut abduschen, alles Öl sollte abgehen. Nach dem Salzbad zu 4. Wer mit Öl auf der Haut das Bad genommen hat, springt zu Punkt 5.
 

Eincremen

Mit der Lieblingscreme eincremen.
 

Füße schmeicheln

Nach dem Baden könnt ihr mit einem Bimsstein die trockenen, rauen Fußstellen abreiben. Nägel kürzen, Nagelhaut behandeln. Füße eventuell lackieren. Nach dem Trocknen mit einer Fußcreme mit hohem Ureaanteil durchmassieren.
 

Körperpeeling

Das Körperpeeling mit Betonung auf die Hautstellen an Ellenbogen und Knie würde ich gesondert einfach beim Duschen machen. Einmal die Woche finde ich fast zu viel. Peelen würde ich eher nach Bedarf.
 

Hände

Anziehen und am Schluss die Hände, ähnlich der Füße behandeln. Nägel kurz feilen, Nagelhaut behandeln, Unterlack auftragen, trocknen lassen. Nagellack auftragen. Zum Trocknen sich selbst in die Sonne legen oder auf ein Bett drapieren. Hände mit einer Pflegecreme massieren.
 
 
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Cleopatra, war nüschte dagegen. ; ))))))
 
Extra für die Öhrchen das hier und hier.
 
 
Herzliche Grüße
Olivia
 
 

FruchtBar /

 
 
Beim Nachbarn ist der Rasensprenger am Sprühen und zwei Häuser weiter jökelt der Rasenroboter über den Hausacker. Meine Sonnenliege ruft laut:
„KOMM; KOMM ZUM MIR!! Wir chillen zusammen.“ Überhaupt habe ich in dieser Sekunde beschlossen, ich mach mir keinen Stress mehr. Auch und vor allem mit den Dingen, die mir wichtig sind. Gäbe es einen äußeren Beweis dafür, würde ich Reggae-wippend durch die Gegend laufen.
Wie unnötig sich wegen etwas Stress zu machen. Lieber erst mal was Schönes tun, Robbenbabys streicheln oder den Rasen mähen. Egal, nur EINFACH KEINEN STRESS machen. Es fällt mir keine Situation einen meinem Leben ein, in der ich mit Stress erfolgreicher war. In der Medizin gibt es nur eine Berechtigung für Stress/Angst und zwar, wenn man in freier Wildbahn vor einem gefährlichen Raubtier flüchten muss, z.B. einem Tiger oder Nashorn. Hände hoch, wer musste schon mal vor einer Raubkatze fliehen? Ahh, sowas, doch da fällt mir ein, ich musste schon mal vor einer wild gewordenen Horde Jungbullen fliehen, DA war das Adrenalin gut.
 
Machen wir noch ein Beispiel. Eine Prüfung steht an, Abi oder so. Bei mir war das eine anstrengende Zeit. Ich musste viel lernen, was ich langweilig fand und hab echt nicht alles behalten können. Vor der Matheprüfung gab es zwei Typen: mich, fast ohnmächtig vor Schiss, und Janosch. Der stand pfeifend vor der Tür bis wir in den Prüfungsraum durften. Ich wähle Typ zwei. Ich wiederhole: einfach keinen Stress. Fertig. 
 
Also was tun wir nun? CHILLEN! und dabei super cool aus der Wäsche schauen UND rhythmisch WIPPEN! 
 
Sanfte Überleitung ade, kommen wir zur heutigen Inspiration: Fruchtsäfte mit Schuss (Wasser oder Prosecco)
 
Was ist eigentlich der Plural von Schorle: Schorlen, Schorles, Schorli, Schorlata?
 
Frisch, spritzig und mit leckeren Säften. Wer einen Entsafter hat, ist bei diesem Thema  klar im Vorteil. Dann ist es noch vitaminreicher und köstlicher. Ham wa hier nicht.  Chhhrrrhhh...
Aber auch mit gekauften Säften (Getränkemarkt) und neuen Kombinationen schmecken die Saft-Wasser-Mixturen wirklich gut.
 
Abends kann Mutti sich auch noch ein Piccolöchen reinschummeln.
 
 
 
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Blüten-Schorle

1 Finger breit Hollunderblütensirup (Darbo ist gut)
20 Tropfen Rosenwasser (über Amazon oder Apotheke)
mit Eis und Sprudel auffüllen.
 

Erdbeer-Rhabarber-Schorle

Je ein Drittel
Erdbeersaft
Rhabarbersaft
Sprudel
Mit Eisklötzchen auffüllen
 

Orangen-Ingwer-Schorle

3 Saftorangen
Stück Ingwer (drei Finger breit)
Sprudel
 
Orangen auspressen. Ingwer in Scheiben schneiden, mit kochendem Wasser bedecken und 10 Minuten ziehen lassen. Ingwer entfernen, Wasser abkühlen lassen. Saft und Ingwerwasser mit 1/3 kühlem Sprudel aufgießen. Simsalabim! Schmeckt sehr gut und ist erfrischend.
 
 
Herzliche Grüße
Olivia
 
 
Grooven ist immer gut, z.B. hiermit.
 
 
 

Bento Bavaria /

Grüne Stunde

 
 
Ich nehme euch heute auf einen Spaziergang mit und wir packen zusammen eine bayerische Bentobox.
 
Vorab sei erwähnt, dass mich vor ein paar Tagen ein Päckchen aus Japan erreicht hat, in dem sich Bentoware vom Allerfeinsten befand. Ganz arg liebevoll ausgesucht. Die Frau meines Verwandten lebt in Tokyo und wenn er dort zu Besuch ist, bringt er manchmal so tolle Sachen mit. Ich hatte ihn gefragt, ob er mir ein, zwei oder maximal drei dieser Plastikboxen mitbringen könnte. Bekommen habe ich ein riesiges Paket voll mit allem was man für diese Art der Pausenbrotbox brauchen kann: sehr viele Boxen, Pikserchen, Ausstecher, Förmchen, Minifläschchen für Soßen, Taschen, Dekoration, Schächtelchen und Besteck. Alles quitschbunt und total japanisch. SUUUUUUUPER!
 
Aus diesem Grund wird es jetzt immer mal , wie schon erwähnt, eine Bento-Idee geben.
 
Habt ihr also eure Box für den Ausflug oder wahlweise ein Schulkind gepackt, können wir starten.
 
Mit dem Auto geht es hoch zum Bergsee, allzu ehrgeizig geht es nicht bei uns zu.  Einmal rum, dabei Spaziergänger anschauen und mehr oder weniger freiwillig ihren Gesprächen lauschen: „Alllllso diese Wege hier sind aber auch besonders schön angelegt“ ; ))))))
Wie, was ???? Ja, stimmt (siehe Foto). Auf einer Holzbank lassen wir uns nieder, jeder kriegt eine eigene, es sind genug da. Da kann man sich wunderbar drauflegen und die Wolken ziehen sehen. Um die Nase düsen ein paar Hummeln, eine Ameise pinkelt mir an den Arm, die Nuss.
Das Wasser gleicht einem Gemälde von Monet. Nur die Ente tuckert auf dem Wasser entlang und zieht ihre Bahn. Die Zeit... wer war das gleich wieder?
 
Ein Waldweg führt den Berg rauf, ich bin neugierig wo er hinführt. Vielversprechend sieht er aus, vielleicht kann man weiter oben über die kleine Stadt schauen, das wäre schön. Also, hoch. Und tatsächlich der Aufstieg wird mit einem herrlichen Weitblick belohnt.
 
 
 
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Wieder unten suchen wir uns einen schönen Tisch, packen unsere Bentoboxen aus (Selbstversorgung geht nicht überall, aber in jedem Münchner Biergarten) und haben einen gelungenen Snack.
 
Besonders exotisch wird es, wenn ein paar Bento-Utensilien in der Box verteilt werden.
 

Bayerische Bentobox

Pro Person eine Breze in kleine Ringe schneiden, die Hälfte mit Schinken belegen
Käsewürfel
Cherrytomaten
1 Ei (hartgekocht, passt aber nur zerteilt rein)
 
 
 
Bayerischer Tsatsiki (Rezept von Thermomix für vier Personen)
 
200 g Frischkäse
1 TL Schmand
50 g Radieschen
1/4 TL Salz
¼ TL Pfeffer (weiß, gemahlen)
1 Kästchen Kresse
 
Radieschen reiben, Kresse abschneiden und dazugeben, vermengen. Restliche Zutaten dazugeben, gut mischen.
 
Für den süßen Teil Kekse in kleine Ecken schneiden, mit Apfelschnitzen (mit Zitronensaft beträufelt) und anderen Früchten/Süßigkeiten in die Box geben.  
 
Holdrio, der Berg ruft. Das Echo schallt.
Herzliche Grüße
Olivia
 
 
 
 
 
 
 
 

Versus /

 
 
In den 90érn war man irgendwie immer voll anti. Oder: „Das ist ja voll anti“. Das gibt es in der Form nicht mehr. Was es aber immer gibt ist, dass sich eigentlich nahe Dinge, bzw. Orte auf vermeintlich spaßige Art nicht mögen. Relativ bescheuert, weil es oft nicht bei einem Spaß bleibt.
 
Also so ziemlich jeder Fußballverein ist gegen einen anderen. Nachbarn liegen sich in den Haaren. Städte wie Köln und Düsseldorf sind bekanntermaßen gegeneinander. Das hab ich auch schon mitgemacht, weil ich eine Zeit lang beim Eishockey (Düsseldorf) mit Fanschal war und: „HEJA, HEJA, DEG“ gerufen habe und als die Kölner Haie kamen: „ihr könnt nach Hause fahrn, ihr könnt nach Hause fahrn, ihr könnt, ihr könnnt... usw“.
 
Im Ausland habe ich das dann in krasserer Form kennengelernt. Wie häufig bin ich  leicht naiv in eine komische Situation geraten. In LA, genauer im San Fernando Valley, gibt es viele Banden, die sind sich gar nicht grün. Konkret heißt das, jede Gang hat ihre Farbe. Gerätst du mit der falschen Farbe in einen District kannst Du theoretisch echt ein Problem bekommen.  Und woher sollte ich das als 15-Jährige damals wissen. Bin mit blau in den roten Bereich. Ist aber gar nichts passiert.
 
Ähnlich ging es in Brasilien zu. In Salvador de Bahia hatte man uns beigebracht auf die Frage:“ Wie geht es Dir?“,  beide Daumen gleichzeitig zu recken und breit zu grinsen (kann ich eh nur, probier mal schmal zu grinsen, geht nicht). Das hab ich dann aus dem Bus raus auch in Rio gemacht. Der von oben  bis unten tätowierte Typ an der Straße hatte so grimmig geschaut, dass ich dachte, vielleicht mag der mit mir ein wenig Spaß machen....
Denkste. Der war TOTAL sauer. Ja, was denn, wusste ich ja nicht, dass das dort ein Zeichen eines verfeindeten Clans war. Zumindest hat man mir das dann erklärt, eventuell auch um mich zukünftig ruhig zu stellen.
 
Und nun zum heutigen Thema: Kartoffelsalat. Der geneigte Leser wird sich fragen, ja hat die noch alle Stifte im Mäppchen? Kartoffelsalat und Gegensätze, was hat denn das miteinander zu tun? Ganz einfach: Süden gegen Norden. Brühe versus Mayo.
 
Aber ätsch, ich mag beide. Mehrheitlich, aber den aus dem Süden Deutschlands. Mit Brühe. Der in Süddeutschland Lebende behauptet häufig sein Kartoffelsalat sei der Bessere und der aus z.B. NRW andersherum. Und wer hat Recht? Keiner, also beide.
 
Der schwäbische Kartoffelsalat muss „schlotzig“ sein. Das heißt, wenn man ihn umrührt muss er schmatzende Geräusche machen, eben sehr viel nassen Anteil haben.
 
Dazu ein paar „Soidawürschtla“, wie der Schwabe sagt, besser bekannt als Wienerle. Mittelscharfer Senf, Fanta und Cola dazu reichen und fertig ist eine hochkalorische, vitaminreiche Hauptmahlzeit. Aber, feel free to enjoy it as a snack in between ; )))))))))
 
Ein Dank für die spruchreifen Servietten geht an meine Mom. Die hat sie mir mal zu Weihnachten geschenkt.
 
 
 
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Schwäbischer Kartoffelsalat

 
500 g  festkochende Kartoffeln
1 Gemüsezwiebel
3 EL neutrales Öl
150 ml kräftige Brühe
1 Tl Senf
2 EL  z.B. Kressi-Essig
Salz/Pfeffer (weiß)
1/2 Gurke oder wahlweise eine Handvoll Rucola
 
Die Kartoffeln kochen und etwas abkühlen lassen. Währenddessen eine halbe Gurke schälen und fein hobeln. Mit Salz bestreuen, um die Gurke zu entwässern.
Die Gemüsezwiebel fein würfeln und mit dem Öl und einem Teil der Brühe in einer Pfanne dünsten.  Die restliche Brühe mit dem Essig, Salz/Pfeffer und dem Senf vermischen.
 
Die handwarmen Kartoffeln schälen und dann mit der Reibe fein hobeln.
Anschließend das Essiggemisch und die Ölbrühe zu den Kartoffeln geben und vorsichtig untermischen, den Rucola oder die Gurke mit untermengen. Der Salat sollte nicht zu pampig werden. Kurz ziehen lassen und gegebenenfalls noch mal etwas Öl über den Salat geben.  Er sollte auf keinen Fall trocken sein.
 
Grillfleisch, Würschtl oder Tofusau schmecken fein dazu.
 
Herzliche Grüße, two thumbs up (auch an den Nachbarn)
Olivia
 
 
 

Die Quelle und der Hummer /

 
 
 
Auf Blogs gibt es für gewöhnlich viele Bilder und wenig Text. Und ich drehe das einfach um. Es gibt wieder was von der Quelle. Text und Illustration von mir, wie schon oft beschrieben, aus den Jahren 2005-2008.
Da ich des Italienischen nicht mächtig bin, habe ich dem Hummer einen italienischen Fantasieakzent gegeben. Leichter wäre es, ich würde es euch vorlesen. Das geht aber technisch nicht.
 
Die vorhergegangenen Geschichten mit den Tieren, die in dieser Geschichte wieder auftauchen, findet ihr hier und hier.
 
Und bitte...
 
Luigi ist ein italienischer Hummer, der im fernen Sizilien von der heilenden Ratgebung der Quelle gehört hat. So macht er sich eines schönen Tages auf den Weg, um die Quelle zu bepilgern. Ein heilendes Bad im Fluss der Quelle, so verspricht er sich, würde ihn von diversen Leiden erlösen, die ihn plagen.
Außer seiner nervösen Art quält ihn der Bluthochdruck, der durch seine aufbrausende Art leider noch verstärkt wird.
 
Madre mia, keucht der Hummer,
iste denn keiner hia.. eee,
der mische trage kann,
isch frage mich, wo bist du, trage misch, aber wann?

Die Reime kommen dem Hummer nicht so leicht über die Lippen, da er an der Grenze nicht nur seine Heimat, sondern auch noch seine Muttersprache hinter sich gelassen hat.

Ische bin ein Hummer,
keine gewöhnlische Krebse, keine Dummer,
macke nisch so viele laufe,
lieber gleiche eine wenige von de Quellewasser saufe,

motzt Luigi als er bei einem Baum vorbei kommt. Doch plötzlich hält er inne und lauscht einem Klopfen.

 

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Es ist der Specht alias Spicht. Der erpicht Löcher sticht.
 
Der Hummer rollt sich auf den Rücken, um das Tier anzuschauen, das da so merkwürdig klopft.
 
Scusi, äh,
biste du ein Mann oder eine Tuuussi?
 
Hand, äh Flügel und Schere zum Gruße,
hast du ein wenig Muse?
Ich bin ein Specht,
da zählt nicht so sehr das Geschlecht.
 
Macke es kurze kann nichte verweile,
hab a keine Zeite, muss zur Quelle, bine in  Eile.
mosert Luigi.
 
Aha zur Quelle musst du,
bist ja echt hektisch, vielleicht findest dort etwas Ruh.
Ich bin ein Vogel, mache Löcher in Bäume,
das ist Kunst, schafft in der Rinde neue Räume.
 
Aha, du biste wie ich extra besonders, äää
nicht gewöhnliche Vogel, hää?
 
Oh, den Zahn wird die Quelle schon ziehn,
das mit dem Besonderen, hach, was sag ich, geh einfach hien.
 
Ciao, Bello,
 
Violoncello, ruft der Specht und kichert.
 
Äußerst schleppend schleppt sich der Hummer weiter.
Er kommt beim Froch vorbei und auch dieses Tier kennt Luigi nicht.
 
Nu, wasse iste das schone wieder für eine Kreatur,
nur?
Haste du überhaupte eine Bereschtigunge für e Lebe, hm?
Was iste wonach du im Lebe tust strebe?
Ische, füre meine Teile, will zur Quelle,
will Erleuchtung finde, eine Helle.
 
Der Froch schaut überrascht aus der Wäsche.
Ich bin ein Froch, okay, und by se way,
Ich war auch schon mal dummer,
keine Angst, du Hummer,
sie wird dir nehmen diesen Kummer.

Der Froch grinst den Hummer ermunternd an, nickt zum Abschied und hüpft von dannen. 

Nu habe ische aber die Schnauze vom Laufen voll,
der Hummer strauchelt und schlägt lang hin,
nu habe ische mir noch wehe getane, na toll.
Isch mage su meiner Mama,
die macht Spaghetti, die sinde da Hamma.
 
Aber Luigi, rege disch nisch auf,
nur noch einemal links unde Berg rauf.
Na dann bin isch da,
des wofür ische gelaufe war,
is dann zume greife nah.

Nach kurzer Zeit ist der Hummer über die Kuppe und kann auf die Lichtung blicken und auf den Fluss.

Doch es kommt anders.
Hä, was ist e hier los,
wo iste de Quelle und de Flusse bloß?
Nei, musse sein eine Versehe,
kann nicht sein dass isch bei de Quelle stehe.
Da iste keine Wasser,
leer, blosse Steine, eine Haufen blasser.
 
Der Hummer fängt vor lauter Wut an zu zittern.
Da entdeckt er ein Schild,
 
Quelle hat, über den Sommer geschlossen,
kommen Sie im Herbst wieder, oder im Frühling nach der Schneeschmelze.
Nun ist es mit der Zurückhaltung, die Luigi nie hatte, aus.

Er regt sich so sehr auf, dass er knallrot wird. (Nur so anbei: Hummer werden natürlich nicht rot, weil sie sich ärgern, sondern weil man sie bei lebendigem Leib in kochendes Wasser wirft).

 

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Wie ein Gestörter rennt er im Flussbett hin und her, kickt Steine weg.

Carramaba, porca miseria,
nu komm ische extra hierhera.

Piep…

Aus Jugendschutzgründen habe ich den Rest zensiert.

Da entdeckt er mit einem Mal einen Bär, der im Gras unter einem Baum liegt.
Es ist der Sammelbär.
Der Bär hat die Pranken hinter dem Kopf verschränkt, lächelt und scheint ein Nickerchen zu machen.
Luigi rennt zum Bär, zwickt ihn ordentlich.
 
He Du,
Schluss mite Ruh.
Ische bin Luigi, bin von Italia hierher gelaufe,
war anstrengend, kann ich dire sagen musste rischtisch schnaufe,
bine sogar vorbei, bei de Spischt,
komm hier an, was is, Quelle is discht.
Ähh, was ist das, kamma nische mache,
bin verzweifelt, könnte mache Krache.

Der Bär reibt sich die gezwickte Stelle, ist aber nicht böse.

Mein Vorschlag ist,
dass du dich bei mir hier niederlässt.
Im Schatten ist es so herrlich,
und deine Reise war anscheinend entbehrlich.
Ich werde dich mit allem versorgen,
mir vom Nachbarn die besten Häppchen borgen.
Zähl ein paar Schäfchen, mach ein Schläfchen.
Bin gleich zurück,
du wirst sehen, es wird zum puren Glück.

Luigi schläft ermattet ein. Doch als er aufwacht geht es ihm viel besser. Der Sammelbär hat inzwischen alles, was köstlich ist, aufgefahren. Die zwei schmausen und lachen die ganze Nacht zusammen.

Irgendwann sagt Luigi,
hatte es noche nie so schön inne Leben,
dachte nur de Quelle könnte mir das geben.
Was iste das, ist dase Glück,
dasse mir machte so verzück..t?
 
Der Sammelbär:
ich glaube das ist der Augenblick,
der dir ins Auge blickt.
Und du bist wirklich drinn,
lebst nicht nur auf was Ungewisses hin.
Wirklich gut wird es, wenn du befreit,
Besitzer bist der Gelassenheit.
 
Der Hummer nickt,
verstehe,
ist noch ein langer Weg für mich su gehe.

Die zwei genießen noch ein paar schöne restliche Tage chillen und grillen, bis sich Luigi wieder auf den Weg macht, den er eigentlich nie wieder verlassen wird.

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Habt eine wunderschöne, leichte und beschwingte Woche.
 
Herzliche Grüße
Olivia

 

https://www.youtube.com/watch?v=SxMiQaocGLk